PREMIEREN DER SAISON 2020/21

Ballett NdB 2020/21

       

Beethoven

Musik: Ludwig van Beethoven
Choreographie und Regie: Mário Radačovský
Dirigent: Jakub Klecker
Bühnenbild: Jaroslav Milfajt
Kostüme: Ludmila Várossová

Anlässlich des 250. Jahrestages der Geburt des Musikgenies Ludwig van Beethoven bereitet das Ballettensemble des Nationaltheaters Brünn in Zusammenarbeit mit der Janáček‑ Oper ein gemeinsames Premiereballettprojekt mit dem Titel Beethoven vor. Der Grund für die Einführung des Originalwerks wird nicht nur Inspiration für das große Jubiläum sein, sondern vor allem die künstlerische Anziehungskraft von Beethovens großer und außergewöhnlicher Persönlichkeit, seinem schwierigen Leben und seiner brillanten Arbeit. Beethoven erlebte schwierige Schicksalsprüfungen - er wurde seit seiner Jugend durch seinen despotischen Vater und nachfolgende gesundheitliche Probleme, die zu völliger Taubheit führten, praktisch niedergeschlagen - für einen anderen Musikkomponisten das offensichtliche Ende, nicht so für Beethoven. Seine Arbeit, deren Entstehung trotz aller gesundheitlichen Einschränkungen schwer vorstellbar ist, hat eine immense Tiefe und ideologischen Wert. Die Ballettmusik basiert auf seinen Symphonien, wobei die neunte Symphonie mit Schillers Ode an die Freude einen besonderen Platz einnimmt. Denn wir sind den Idealen dieses Gedichts nicht näher als zum Zeitpunkt der Geburt dieser Symphonie der Symphonien. Beethoven war ein Genie, das Freiheit und Menschlichkeit forderte, und auch nach 250 Jahren ist seine Stimme, die in seiner unsterblichen und unüberwindlichen Arbeit eingeschlossen ist, immer noch aktuell.

     
Erstaufführung am 13 November 2020, Janáček‑Theater

      

      

Stabat Mater

Stabat Mater / Sleepless / Black Milk

        

Musik: Antonín Dvořák, Dirk Haubrich, Paul Smadbeck
Choreographie: Jiří Kylián, Ohad Naharin, Pavel Šmok
Kostüme: Josef Jelínek, Joke Visser, Rakefet Levy

       

Ehre an Pavel Šmok

Vor fünf Jahren hat uns die unvergessliche tschechische choreografische Legende in der Person von Pavel Šmok verlassen. Obwohl die Namen zeitgenössischer choreografischen Welttitanen wie Jiří Kylián oder Ohad Naharin am Premierenabend erscheinen, wird der Abend der Persönlichkeit von Pavel Šmok gewidmet, dem Hauptschöpfer der tschechischen unabhängigen Tanzszene der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Stabat Mater auf die Musik des ersten Teils des berühmten gleichnamigen Oratoriums von Antonín Dvořák ist einer der Höhepunkte der choreografischen Arbeit des Meisters. Das Werk wird in Zusammenarbeit mit dem Orchester und dem Chor der Janáček‑Oper des Nationaltheaters Brünn präsentiert. Jiří Kyliáns vierte Choreografie in unserem Repertoire wird seine Sleepless sein, ein Werk, das wir von seiner kreativen Phase „black and white“ näher an die Gegenwart rücken. Die Musik dafür stammt von Dirk Haubrich nach Wolfgang Amadeus Mozarts Adagio für die Glasharmonika. Mit der neuesten Choreografie werden wir eine weitere der wichtigsten choreografischen Persönlichkeiten der Welt, den Israeli Ohad Naharin, ins Repertoire aufnehmen. Seine Choreografie Black Milk ist eine Interpretationsherausforderung für fünf Tänzer. Der stilvoll andere Ohad Naharin in Black Milk, der als “roh, elegant und voller Kraft” bezeichnet wird, garantiert die choreografische Vielfalt des Abends.

     
Erstaufführung am 5. März 2021, Janáček‑Theater