Prokofjews Ballettdrama Romeo und Julia feierte im Nationaltheater Brno 1938 Weltpremiere – choreographiert von der Legende des Brünner Balletts Ivo Váňa Psota. Nicht viele Ensembles können sagen, dass sie die Weltpremiere des Werks, das zu den meistgespielten Balletten der Welt gehört, aufgeführt haben. Das Ballett NdB hat einen solchen Titel und es gehört zu den meist gespielten in seinem Repertoire. Die aktuelle Aufführung ist die siebte Premiere dieser Produktion seit 1938. Shakespeares Drama ist in seiner Tanzversion sehr beliebt und viele renommierte Choreographen haben legendäre Produktionen auf der ganzen Welt geschaffen. Der Grund dafür liegt nicht nur in dem immer wieder auftauchenden Thema einer tragischen Liebe, sondern auch in der wunderbaren Musik von Sergei Prokofjew, die als eines der schönsten Ballettstücke überhaupt gilt.
Obwohl unsere Geschichte nicht in den historischen Kulissen und Renaissance‑ Kostümen von Verona spielt, würdigen die Inszenatoren das Shakespeare‑ Drama und ihr Hauptmotiv des Aufflammens der ersten Liebe zweier junger Menschen. Das vorherrschende Thema des Balletts ist die feindliche Spaltung der Gesellschaft, aus deren Gegenpolen die beiden Liebenden stammen. Die Absicht des Künstlers bestand darin, das Original zu einem zeitgenössischen Tanzdrama zu verarbeiten, das aktuell ist und mit der Zeit und dem Geschmack des heutigen Ballettpublikums resoniert.
Weltpremiere am 30. Dezember 1938, Mahen-Theater
Premiere am 8. März 2019, Janáček-Theater
Länge der Aufführung: 2 Stunden 20 Minuten
eine Pause 25 Minuten
geeignet ab 12 Jahren
Rezension - 85 %!
Foto: Pavel Hejný, Ctibor Bachratý, Vladimír KIVA Novotný
Trailer: Kuba Jíra, Barbora Hniličková
Dokument: Jan Fuksa, Barbora Hniličková, Kuba Jíra, Thoriso Magongwa, Martin Svobodník, Rebeka Uličná
Video: Pavel Slavík, Martin Svobodník
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
WIR DANKEN FÜR DIE FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG IM RAHMEN DES PROJEKTS FEDORA PREIS 2018!
Mit der bevorstehenden Premiere von Romeo und Julia gelangten wir in das Viertelfinale Fedora Van Cleef and Arpel Prize for Ballett um den renommierten Fedora-Preis 2018! Ins Finale haben wir uns zunächst von einer Auswahlliste der 16 besten Tanzprojekte, die von einer Fachjury ausgewählt wurden, vorgekämpft. Das war bereits an sich ein großer Erfolg, und wir gelangten in die Gesellschaft großer Tanzensembles. Es war das erste Mal, dass ein Projekt aus den ehemaligen Ostblockländern in die engere Auswahl kam. In der nächsten Phase konnten wir die meisten Stimmen in der Online-Umfrage sammeln, und danach kämpften wir mit fantastischen Ensembles aus Frankreich und Großbritannien um den Sieg. Über den kompletten Sieg wurde von der Fachjury entschieden. Aber zuvor wurde auf der Fedora-Plattform eine Crowdfunding-Kampagne zur Unterstützung der Entstehung neuer Inszenierungen durchgeführt. Jeder konnte so unser Projekt mit einem beliebigen Betrag unterstützen und uns helfen, Romeo und Julia auf großartige Weise nach Brünn zurückzubringen und an den Vorbereitungen der Uraufführung teilnehmen. Die Inszenierung selbst verdient es sich schon allein deshalb, weil die Uraufführung dieses Balletts vor 80 Jahren gerade in Brünn stattfand. Dies geschah am 30. Dezember 1938 im Mahen-Theater. Für die Sponsoren haben wir schöne Theater- und Ballettprämien vorbereitet, um sie in die Vorbereitungen der Premiere selbst einzubeziehen.
Hiermit möchten wir besonders unseren Sponsoren danken:
Frank Capdet
Dorča Čápová
Edilia Gänz
Martin Glaser
Kristýna Štěpánková
Zuzana Šindelářová
Michaela Vařeková
Camilla Voci
Fotografien von der Uraufführung des Romeo und Julia Balletts im Mahen-Theater im Jahr 1938. Ivo Váňa Psota als Romeo und Zora Šemberová als Julia:
Quelle: Archiv NdB