Am Dienstag erlebt das Festival Janáček Brno seinen feierlichen Abschluss

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Mit der Aufführung von Janáčeks Jenůfa am Dienstag, dem 18. Oktober wird das 5. Internationale Theater- und Musikfestival Janáček Brno 2016 seinen feierlichen Abschluss erleben. In der Titelrolle der Jenůfa präsentiert sich Pavla Vykopalová, die mit ihrer Sopranstimme bereits am 7. Oktober als Katja in Robert Carsens unvergesslicher Inszenierung von Katja Kabanowa das Festival eröffnete. So schließt sich symbolisch der Kreis zu einem außergewöhnlich erfolgreichen Jahrgang des Festivals, der nicht nur in Tschechien, sondern auch im Ausland mit begeisterten Kritiken bedacht wurde.

Auswahl aus den Pressestimmen

Die Oper des Nationaltheaters Brno überrascht uns in letzter Zeit mit einer hervorragenden Inszenierung nach der anderen. Also gestehen wir uns endlich ohne falsche Bescheidenheit ein, dass das, was sich aktuell auf der Bühne des Janáček-Theaters abspielt, Weltniveau hat und Brno seine goldenen Zeiten erlebt. (Harmonie, Martin Flašar, 17.10.2016)

Unter dem Taktstock von Marko Ivanović war das Orchester der Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno vom Anfang bis zum Ende mitreißend. Bartóks Musik kombinierte schon früh Lieblichkeit mit drohenden Klängen, die Öffnung der fünften Tür in Blaubarts Reich überzeugte durch ihre Weite, die Harfe als Einleitung zum Tränensee klang aufrüttelnd, und die Spannung steigerte sich bis zu einem orchestralen Schrei im Geiste eines Edvard Munch. Ein einrucksvoller Beitrag zu einer wirklich erleuchtenden Vorstellung. (Bachtrack.com, David Karlin, 17.10.2016)

Nachdem es schon vor längerer Zeit, aber auch in jüngeren Jahren historische Vorgänger gab, erhält das Festival Janáček Brno allmählich ein ganz eigenes Gepräge. Leitmotiv, jedoch nicht einziges Thema ist natürlich das Werk Janáčeks, allerdings im Kontext seiner Zeitgenossen und Nachfolger. In meinen Augen ist gerade die breitestmögliche Palette unterschiedlicher Inszenierungen von Janáčeks Opern zu Recht eine der Dominanten des Festivals. (Opera+, Olga Janáčková, 13.10.2016)

Die Eröffnung des diesjährigen Festivals Janáček Brno 2016 mit der Premiere von Leoš Janáčeks Katja Kabanowa wurde zu einem herausragenden Ereignis. Denn es ist das Brünner und nicht etwa das Prager Nationaltheater, wo man anstelle von Experimenten mit unerprobten und in der Oper unerfahrenen Namen endlich eine der größten Persönlichkeiten dieses besonderen Faches als Regisseur gewinnen konnte – den Kanadier Robert Carsen. (Lidové noviny, Helena Havlíková, 12.10.2016)