Brno erhält Preis für das Janáček-Festival

Die aktuelle Konzeption und Umsetzung des Festivals wurde von tschechischen Opernprofis preisgekrönt. Den Preis des Komitees der Musiktheatervereinigung für eine bedeutende Leistung im Bereich des Musiktheaters übernehmen der Direktor des Nationaltheaters Brünn Martin Glaser und der künstlerische Direktor der Janáček-Oper Jiří Heřman. Die Vertreter der Musiktheatervereinigung veröffentlichten ihre Absicht am Montag, den 6. November 2017 bei der Bewertung des soeben abgeschlossenen Festivals  Opera 2017. Den Preis werden die leitenden Mitarbeiter des Nationaltheaters Brünn vor einer der Opernvorstellungen direkt auf ihrer heimischen Bühne in Brünn übernehmen.

„Ich bin der Meinung, dass auch unser Stifter, die Stadt Brünn, den Preis verdienen würde. Ohne den grundlegenden Impuls in Form eines adäquaten Festivalbudgets, wären wir kurz gesagt nie in die erste Liga gekommen. Denn in der Kunst ist es mit den Kosten ähnlich wie im Sport“, sagt der Direktor des Nationaltheaters Brünn Martin Glaser und setzt fort: „Janáček kann uns jedoch keiner wegnehmen, es sei denn, dass wir selber durch eigene Untätigkeit die enormen Möglichkeiten, die mit seinem Namen verbunden sind, verlieren. Ich glaube fest daran, dass unser großartiges Festivalprogramm für das Jahr 2018, das wir nächste Woche veröffentlichen, beweisen wird, dass unser Festival den Preis mit Recht erhielt.“

Das Nationaltheater Brünn wird das Programm des 6. Festivals Janáček Brno 2018 am Montag, den 13. November 2017 unter Teilnahme des Oberbürgermeisters der Stadt Brünn Petr Vokřál und seines Stellvertreters Matěj Hollan im Reduta-Theater vor dem  Konzert aus dem Preview-Zyklus veröffentlichen. Mit einem Repertoire von I. Strawinsky, L. Janáček und B. Martinů werden sich zusammen mit dem Brno Contemporary Orchestra und dem Dirigenten Pavel Šnajdr die Pianisten Jan Jiraský, Daniel Weisner und die Schauspieler Soňa Červená, Štěpán Kaminský und Petr Bláha vorstellen.

Hauptziel des Festivals Janáček Brno ist es, an das künstlerische Erbe des weltweit geschätzten Komponisten Leoš Janáček zu erinnern und es zu fördern. Die dramaturgische Grundlinie bilden vor allem Inszenierungen von Janáčeks Opern in Darbietung führender Theater aus dem Ausland sowie aus der Tschechischen Republik und die Konfrontation der Interpretierungen von Janáčeks Werk durch herausragende  Künstlerpersönlichkeiten.  Im Jahr 2016 besuchten es mehr als 9700 Zuschauer.