Der Samstag mit dem Festival Janáček Brno

Euphorische Jugend, eine Zitterpartie für die Harfe und ein mitreißender Toby Spence!

Nach seinem erfolgreichen Start am Freitag nahm das Festival Janáček Brno rasch Fahrt auf und bot dem musikliebenden Publikum am Samstag, dem 8. Oktober gleich vier Veranstaltungen! Im Rahmen einer Matinee präsentierten sich die Studenten des Lehrstuhls für Tasteninstrumente der Janáček-Akademie. Mit ihrer Interpretation von Janáčeks Concertino sorgten sie beim Publikum für echte Begeisterung.

Das Theater Reduta erbebte in seinen Fundamenten, als um 15.00 Uhr die Mitglieder des Prager philharmonischen Chors unter seinem Leiter Lukáš Vasilek ihre Stimmen erhoben. Das vor allem in seiner Instrumentierung außergewöhnliche Programm mit Werken von Leoš Janáček  und Bohuslav Martinů bewältigten sie meisterhaft. Kaum jemand dürfte übrigens geahnt haben, dass die Harfenistin Kateřina Englichová um ein Haar den Beginn des Konzerts verpasst hätte, da sie nur wenige Stunden vor dem Auftritt mit einem Defekt an ihrem Wagen auf der Autobahn Prag – Brno liegengeblieben war…

Um 17.00 Uhr konnten mehrere Dutzend Neugierige im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe Blick hinter den Vorhang einen Blick hinter die Kulissen und auf die Bühnentechnik zur Oper Katja Kabanowa werfen. Um 19.00 Uhr dagegen brillierten im Besední dům Toby Spence als Janíček, Václava Krejčí Housková als Zigeunerin Zefka und der fantastische Julius Drake am Klavier in Janáčeks Tagebuch eines Verschollenen. Stellvertretend für alle begeisterten Stimmen sei hier nur aus des Post einer Zuschauerin zitiert, die noch in der Nacht nach dem Konzert bei uns einging: „Guten Abend, wirklich ein ausgezeichneter Vertretungssänger mit wunderbarem Tschechisch! Alle Künstler waren absolut mitreißend. Es war zu sehen und zu hören, dass sie Janáček lieben und ihn verstehen.“

Und was erwartet uns heute?

11.00   Konzert der Studenten der Janáček-Akademie
15.00   Leoš Janáček: Katja Kabanowa – zum runden Geburtstag von Richard Novák
19.30   Ivo Kahánek und PKF – Prague Philharmonia