Die erste Photos aus der Uraufführung der Monument

Die  Uraufführung am 7. Februar 2020 im Janáček Theater

Der Mensch kann sich selbst nicht entkommen. 
Das Gewissen eines allen auf sich gestellten Künstlers in Konfrontation mit dem Räderwerk der politischen Macht – so lässt sich der Lebensweg des tschechischen Bildhauers Otakar Švec (1892-1955) charakterisieren, der wie vierundfünfzig weitere Bildhauer im Jahr 1949 gezwungen wurde, sich an einem Künstlerwettbewerb für ein Stalin-Denkmal zu beteiligen. Auf die absurde und megalomane Aufgabenstellung reagierte Švec mit dem Entwurf eines nicht realisierbaren Monuments, mit dem er jedoch den Wettbewerb gewann. Der politische Druck im Verlauf der Umsetzung des Entwurfs forderte schlussendlich das größte denkbare Opfer – wenige Tage vor der Enthüllung des Denkmals nahm sich Otakar Švec das Leben. Sein moralisches und künstlerisches Dilemma diente als Basis für das zeitlose Sujet des zweiten Opernwerks, das direkt im Auftrag des Nationaltheaters Brno für das Ensemble der Janáček-Oper entsteht. Autor des Librettos ist der herausragende tschechische Regisseur David Radok, der keinen realistischen Text schafft, sondern in zehn Szenen die Atmosphäre und die Absurdität der Situationen einfängt, in welche die Menschen durch ein nicht näher bestimmtes politisches Regime gedrängt werden. Autor der Musik ist der Chefdirigent der Janáček-Oper Marko Ivanović, der sich in Brno bereits mit der erfolgreichen Kinderoper Čarokraj einen Namen als Komponist gemacht hat.

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