Premieren der Saison 2016/2017

Ich sehne mich, also bin ich

Was treibt die Menschheit auf ihrer Reise durch Zeit und Weltraum voran? Über die Sehnsucht in uns werden sechs Premieren der bevorstehenden Saison der Janáček-Oper des Nationaltheaters Brünn erzählen.

7. September 2016: Katja Kabanowa
15. Oktober 2016: Herzog Blaubarts Burg / Erwartung
10. Dezember 2016: Die Teufelskäthe
4. Februar 2017: La Gioconda
24. März 2017: Die Liebe aus der Ferne
26. Mai 2017: Der Graf Ory

 

Leoš Janáček: Katja Kabanowa

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Meine Liebe führte mich zur Sünde. Ich wollte jedoch so sehr fühlen, dass ich Mensch bin!

Katja Kabanowa. Ein Werk das Menschenherzen berührt. Zudem in der eindrucksvollen, poetischen Auffassung des weltberühmten Regisseurs Robert Carsen. Eine imposante Einleitung in die neue Saison der Janáček-Oper und zum Festival Janáček Brno 2016! Ostrowskis Drama zwingt zum Nachdenken und provoziert durch seine Ungeschliffenheit und die geradlinige Aufdeckung der menschlichen Charaktere. Er bringt uns zum menschlichen Wesen selbst zurück. Kein Wunder, dass im Jahr 1929 der bereits fünfundsechzigjährige Janáček das Drama für seine fünfte Oper überarbeitete. Das Libretto schrieb er selbst, darum vielleicht entspringt die Musik so selbstverständlich aus dem Text, als ob die beiden seit eh und je zusammengehörten. Carsens originelle Auffassung, in der die gesamte Bühnenfläche mit Wasser bedeckt ist, entstand ursprünglich für die Flämische Oper und wurde bereits im Mailänder Teatro alla Scala oder im Teatro Real in Madrid aufgeführt. Die Janáček Oper ist die erste Bühne in der Tschechischen Republik, die diese Aufführung in ihr Stammrepertoire aufnimmt.  

Erstaufführung: 7. Oktober 2016 im Janacek Theater
Details der Inszenierung

Tickets online bei 1 klik!
Fr    7. 10. 2016 ab 19.00
So   9. 10. 2016 ab 15.00
Fr   28. 10. 2016 ab 19.00
Mo 21. 11. 2016 ab 19.00  (Aktuell günstigster Kartenpreis)
Di   22. 11. 2016 ab 17.00

Dirigent: Ondrej Olos
Regie: Robert Carsen

Bühne und Kostüme: Patrick Kinmonth
Choreografie: Philippe Giraudeau

Opera Vlaanderen, Antwerp/Gent. - principal owner of license

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Béla Bartók: Herzog Blaubarts Burg
Arnold Schönberg: Erwartung

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Ein Opern-Thriller auf der Bühne des Janáček-Theaters! 

Was hält Blaubart hinter sieben geheimnisvollen Türen verborgen? Bis wohin reicht die menschliche Neugierde? Spannung, Zwietracht zwischen Wissbegierde und der Angst vor der Erkenntnis, Ungewissheit bis zum letzten Augenblick. All dies unterstützt durch die großartige Regie von David Radok und die fantastische Musik, die eine große Orchesterbesetzung verlangt. Herzog Blaubarts Burg aus dem Jahr 1911 widerspiegelt vollkommen die freudianische Atmosphäre ihrer Zeit und stellt nicht allein in Bartóks Werk ein Unikat dar. Partner dieser Oper wird ein Einakter eines weiteren Musikgiganten des 20. Jahrhunderts sein. Schönberg über sein Werk: „Ziel der Erwartung ist es, nach und nach alles offen zu legen, was sich innerhalb nur einer Sekunde höchster seelischer Erregung abspielt.“ Falls Sie in der Kunst Antworten suchen, kommen Sie! Denn was eigentlich ist ein Happy End?

Erstaufführung: 15. Oktober 2016 im Janáček Theater
Details der Inszenierung

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Sa 15. 10. 2016 ab 19.00
So 16. 10. 2016 ab 19.00
So 23. 10. 2016 ab 17.00
So 30. 10. 2016 ab 17.00 (Aktuell günstigster Kartenpreis)

Dirigent: Marko Ivanović
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egie: David Radok
Bühne: Martin Chocholoušek
Kostüme: Zuzana Ježková

V koprodukci s GöteborgsOperan 

 

Antonín Dvořák: Die Teufelskäthe

Was alles kann bei einem harmlosen Schulausflug geschehen?! Eine fröhliche Einführung in die Opernwelt für kleine sowie große Zuschauer.

Mit dem Märchen für große und vor allem kleine Zuschauer vom furchtlosen Schafshirten Jirka, der heiratsgierigen Käthe und dem getäuschten Teufel Marbuel nach dem Märchen von Božena Němcová kehrt das Opernensemble nach längerer Zeit auf das Podium des Mahen-Theaters zurück. Obwohl es auf der Bühne vor Teufeln nur so wimmelt, handelt es sich nicht um düstere Dämonen oder unbarmherzige Herrscher über die Hölle, sondern um wahre tschechische Märchenteufel, die der vorlauten Käthe und dem schlauen Jirka so einfach auf den Leim gehen! Das Märchen, wo die Bösen sich bessern und Klugheit und Mut selbst über die Hölle siegen, wo Töpfe und Löffel durch die Luft fliegen und die vorlaute Käthe selbst Lucifer in Schrecken versetzt, führt Sie in Ihre Kindheit zurück – voll liebewürdigen Humors und Happy Ends. Kommen Sie einfach mit uns nach Mokrá Lhota, wo sich im Schloss sehr merkwürdige Dinge abspielen… 

Erstaufführung: 10. Dezember 2016 im Mahen Theater
Details der Inszenierung

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Sa 10. 12. 2016 ab 19.00
So 11. 12. 2016 ab 19.00
Do 22. 12. 2016 ab 17.00
Fr  30. 12. 2016 ab 17.00
So   2. 4. 2017 ab 17.00
Di    4. 4. 2017 ab 18.00 
Do   4. 5. 2017 ab 19.00
Mi  14. 6. 2017 ab 11.00

Dirigent: Jakub Klecker
Regie: Jiří Heřman
Bühne:  Pavel Svoboda
Kostüme: Alexandra Grusková

 

Amilcare Ponchielli: La Gioconda

Ein Drama in Venedig 

Die Italienische Oper der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist heute untrennbar vor allem mit den Namen Verdi und Puccini verbunden. Verdis Zeitgenosse Amilcare Ponchielli steht somit still ein wenig abseits. Seine La Gioconda ist jedoch eindeutig eins der kostbarsten italienischen Musikwerke seiner Zeit. Bereits bei deren Uraufführung in der La Scala 1976 feierte sie grandiosen Erfolg. Ponchielli wurde von der Kritik als einziger Komponist bezeichnet, der Verdi im Genre der sog. großen Oper folgen konnte. Der Librettist Arrigo Boito überarbeitete das Schauspiel von Victor Hugo Angelo, tyran de Padue und verlegte die Handlung nach Venedig des 17. Jahrhunderts. Die tragische Geschichte der Sängerin Giaconda, die sich selbst opfert, um die Liebe anderer zu retten, verlangt geradezu nach einer grandiosen musikalischen Verarbeitung. Große Chöre, die berühmte Balletteinlage Tanz der Stunden, Enzos Arie Cielo e mar oder das Gebet Lauras, dies alles sind Musikaugenblicke, die das Beste aus der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts darstellen.

Erstaufführung: 4. Februar 2017 im Janáček Theater
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Sa   4. 2. 2017 ab 19.00
So   5. 2. 2017 ab 19.00
Di    7. 2. 2017 ab 19.00
Sa 11. 2. 2017 ab 17.00
Di  14. 2. 2017 ab 19.00
Do 16. 2. 2017 ab 17.00
Sa   8. 4. 2017 ab 17.00

Dirigent: Jaroslav Kyzlink
Regie: Tomáš Pilař
Bühne: Tomáš Pilař
Kostüme: Sylva Zimula Hanáková

 

Kaija Saariaho: Die Liebe aus der Ferne

Zwischen den Ufern schwimmen unsere zarten Worte…

Erleben Sie die Geschichte des Prince de Blaye, der aus der Ferne Erzählungen von der Princesse de Tripoli hörte. In tiefer Liebe entflammt begab er sich auf die weite Reise, nur um sie zu erblicken…Der Troubadour Jaufré Rudel, prince de Blaye, eine wirkliche Person aus dem 12. Jahrhundert, gab seiner verzehrenden Sehnsucht in seinen Liedern Ausdruck. Er arbeitete so das Konzept der Fernliebe (amor de lohn) bis zur Perfektion aus, diese Bezeichnung nahm auch die Oper in ihren Namen auf und widerspiegelt deren Inhalt. „Von den Formen und Tiefen der Liebe mit dem Wissen zu träumen, dass diese nie zur Wirklichkeit werden würden,“ sagt der Librettoautor Amin Maalouf. Die Musiksprache der Oper ist in vielem durch die mittelalterliche und arabische Musik inspiriert und macht von besonderen Toneffekten Gebrauch. So wird zum Beispiel der Chor teils als instrumenteller Bestandteil des Orchesters genutzt. Die renommierte finnische Komponistin Kaija Saariaho schrieb die Oper als Auftragswerk für die Salzburger Festspiele im Jahr 2000. 2003 erhielt das Werk den Grawemeyer-Preis für die Musikkomposition des Jahres. Seitdem wurde es in einer Reihe führender europäischer Opernhäuser aufgeführt. Für Dezember 2016 ist seine Erstaufführung an der Metropolitan Opera in New York geplant. Die Janáček-Oper wird sich mit der Erstaufführung in der Tschechischen Republik rühmen können. 

Erstaufführung: 23. März 2017 im Janáček Theater
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Fr  24. 3. 2017 ab 19.00
Sa 26. 3. 2017 ab 19.00
Di  28. 3. 2017 ab 19.00
Do 30. 3. 2017 ab 19.00
Fr  31. 3. 2017 ab 19.00
Mi    5. 4. 2017ab 19.00

Dirigent: Marko Ivanović
Regie: Jiří Heřman
Bühne: Tomáš Rusín
Kostüme: Zuzana Rusínová-Štefunková

 

Gioachino Rossini: Der Graf Ory

Von den Liebesintrigen des durchtriebenen Grafen und der tugendhaften Adèle

Das ausgelassene Werk von einem liebestollen Grafen, der entschlossen ist, eine tugendhafte Contessa für sich zu gewinnen, ist auf der Grundlage einer mittealterlichen Ballade von einem berüchtigten französichen Schürzenjägers verfasst. Die Komische Oper, in der die Sehnsucht nach einem Liebesabenteuer die wildesten Fantasien weckt, zu den unglaubligsten Listen greift und ohne sich vor jedweder Tat zu zögern kein Risiko scheut, amüsiert vom Anfang bis zu Ende. Der Graf Ory gehört zu Rossinis besten Opern. Das Werk, berühmt für seine virtuosen, höchst anspruchsvollen Gesangspartien, sprüht von der Bühne sowie aus dem Orchestergraben nur so vor musikalischen Ideen. Rossini, ein berüchtigter Bonvivant und Freund feiner Kochkunst, schrieb es 1828 als seine vorletzte Oper. Das Werk, in dem der intrigenschmiedende Graf letzten Endes doch zum Liebling des Publikums wird, erklingt in tschechischer Erstaufführung.

Erstaufführung: 26. Mai 2017 im Mahen Theater
Details der Inszenierung

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Fr 26. 5. 2017 ab 19.00
So  28. 5. 2017 ab 19.00
Do     1. 6. 2017 ab 19.00
Fr    2. 6. 2017 ab 19.00
So  11. 6. 2017 ab 19.00

Dirigent: Robert Kružík
Regie: Lenka Flory
Bühne: Lenka Flory

Kostüme: Lenka Flory