Produktionsleiterin – Darja Slavíková | Die Menschen der Janáček-Oper | 1. Teil

Etwas absurderweise habe ich ein Fach studiert, das mir riesigen Spaß gemacht hat, nämlich Filmwissenschaften hier in Brünn. Wenn ich nicht im Theater bin, dann bin ich abends meistens im Kino. Die Arbeit des Produktionsleiters für neue Inszenierungen bringt mehrere Aufgaben auf einmal mit sich. Manchmal kommen etwa solche Dinge vor, dass ein Solist bei der Probe eine Wirbelblockade hat und ich ihm dann einen Physiotherapeuten besorge. Ich könnte mir nicht recht vorstellen, jeden Tag von acht bis vier im Büro zu sitzen und Sachen in den Computer zu tippen. Ich bin ein Mensch, dem die Arbeit Spaß machen muss. Bei den meisten Menschen, mit denen ich direkt zu tun habe, spüre ich ihren Enthusiasmus und sehe ihre Bereitschaft, all die Stunden dort zu sein, sie machen das mit Liebe und weil es ihnen  Spaß macht. Am Anfang, als ich das Angebot oder die Möglichkeit bekam, diese Arbeit zu machen, und wir ausmachten, dass ich einfach mal hinter die Kulissen des Theaters schauen würde, da hat mich etwas überrascht – was mir aber inzwischen ganz logisch erscheint –, wie viele Leute dort vor allem bei der Oper herumlaufen, aber die Oper hat eben das größte Ensemble. Was mir an der Oper am besten gefällt? Die Emotionen, die Verbindung von Musik und Gesang, das hat auf mich persönlich eine viel größere emotionale Wirkung.

Weitere interessante Details, etwa mein Lieblingstier? Tapire – wohl weil ich einmal ein Tapirjunges gesehen habe, und es kam mir sehr lustig vor, und weil es eine bedrohte Tierart ist, die es meiner Meinung nach zu schützen gilt. Zweites interessantes Detail? Wohl mein Geburtsdatum, weil ich nur alle vier Jahre Geburtstag habe. Und das dritte? Das können Sie filmen, denn ich bin bestochen worden. Ich hoffe, da ist drin, was drin sein soll. Jetzt kommt es heraus – meine Sucht nach Gummibären.