Geschichte Reduta Theater

- Ihre Basis war das Eckhaus der Lichtensteiner, das im Jahre 1600 die Stadt aufkaufte und darin eine sog. Neue Taverne, später Große Taverne genannt, einrichtete, ein repräsentatives Objekt, dass teuren Besuchern der Stadt bestimmt war. 1634 wurde das Nebenhaus hinzugekauft.

Das Objekt der heutigen Reduta ist Ergebnis einer komplizierten Entwicklung, die mit zahlreichen Umbauten ununterbrochen mehrere Jahrhunderte dauerte. Ihre Basis war das Eckhaus der Lichtensteiner, das im Jahre 1600 die Stadt aufkaufte und darin eine sog. Neue Taverne, später Große Taverne genannt, einrichtete, ein repräsentatives Objekt, dass teuren Besuchern der Stadt bestimmt war. 1634 wurde das Nebenhaus hinzugekauft. Durch Rekonstruktion und Verbindung mit dem bestehenden Objekt entstand ein abgeschlossener, eingeschossiger Komplex, der seiner Ausdehnung nach schon der heutigen Reduta entsprach. Zeitweilige Theateraufführungen verliefen in der Stadttaverne wahrscheinlich schon in den 60. Jahren des 17. Jahrhunderts, aber erst 1733 wurde im Ostflügel das eigentliche Logentheater mit tiefer Persektivbühne eingebaut. In den Jahren 1785 und 1786 unterlag das Gebäude vernichtenden Bränden und während der Napoleonkriege und des sog. vierten französisch-österreichischen Kriegs wurde es verwüstet, als es Lazarett und improvisierte Militärunterkunft war. An den nachfolgenden Rekonstruktionen beteiligten sich bedeutende zeitgenössische Architekten und Künstler, darunter auch Mitglieder des berühmten italienischen Geschlechts der Maler, Dekorateure und Bühnenbildner Lorenzo, Vincenzo und Antonio Sacchetti.

Mit dem Theater im Ostflügel der Reduta sind unter anderem auch der Name Emanuel Schikaneder, Librettist der Zauberflöte von Mozart und Theaterdirektor in den Jahren 1807–09, oder die Ereignisse des Jahres 1767 verbunden, als in der Reduta die erste tschechische Vorführung in Brno, der Verliebte Nachtwächter, einstudiert in tschechischer Sprache durch Badener Theatergesellschaft, stattfand und als hier mit seiner Schwester Nannerl der elfjährige Wolfgang Amadeus Mozart konzertierte. Als Erinnerung an dieses Ereignis wurde im Jahre 2008 vor der Reduta ein Mozartdenkmal von Kurt Gebauer enthüllt. Nach dem Brand im Jahre 1870 wurde das Theater nicht wieder hergestellt. Im 20. Jahrhundert übernahm die Funktion des Theatersaals der Tanzsaal im westlichen Teil des Gebäudes. Die heutige architektonische Lösung der Reduta ist Werk des Brünner Ateliers D.R.N.H., v.o.s. – der Mitglieder des Autorenteams Antonín Novák, Petr Valenta, Radovan Smejkal und Eduard Štěrbák, Mitautoren des Entwurfs waren Klára Michálková und Karel Spáčil und Mitarbeiter der Umsetzung des Theaters Miroslav Melena. Die, in den Jahren 2002–05 realisierte Rekonstruktion verband sehr gefühlsvoll moderne Elemente mit der erhaltenen Architektur, erneut wurde der Theatersaal in den Ostflügel gesetzt und dem ganzen Objekt seine gesellschaftliche und repräsentative Funktion zurückgegeben. Krönung des Werks sind die künstlerische Gestaltung der Wände im Mozartsaal, der Gewölbe des Cafés und das Terrazzo im Atrium von Petr Kvíčala.

Vestibule

Bis 1919 nutzte Reduta das Brünner deutsche Theater, danach wechselte es an den Spieltagen regelmäßig mit dem tschechischen Nationaltheater. Beim tschechischen Publikum, das früher nicht besonders daran gewöhnt war, Reduta zu besuchen, nahm die Beliebtheit erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs zu, als hier (bis zum Schließen wegen des schlechten Bauzustands im Jahre 1993) die Opernbühne verankerte. Die neuzeitige Geschichte begann mit der ersten Vorstellung nach der Rekonstruktion am 1. Oktober 2005 mit gemeinsamen Projekt des Schauspiel-, Opern- und Ballettensembles des NDB: Durch Nacht und Tag von Vít Zouhar und Die Geschichte vom Soldaten von Igor Strawinsky. Gegenwärtig treten hier mit ihren Inszenierungen alle Ensembles des NDB auf und das Gesamtkonzept und die eigene Produktion der Reduta wird durch eine eigene Kunstabteilung geschaffen.

Until 1919 Reduta was used by the Brno German theatre but from then on, it alternated regularly with the Czech National Theatre. The Czech audience had not been used to visiting Reduta very much and therefore the theatre became popular only after the end of the Second World War thanks to the then singspiel ensemble, which performed here until Reduta was closed for its alarming condition in 1993. The modern history of Reduta commenced on 1 October, 2005 with the first post–reconstruction performance – a joint project of the National Theatre Brno drama, opera, and ballet sections: Vít Zouhar’s Nights through the Day and Igor Stravinsky’ Soldier’s Tale. Today all ensembles of the National Theatre Brno perform in the building and a separate art section develops and implements Reduta’s overall concept and production.