Mário Radačovský

Künstlerischer Leiter des Balletts des Nationaltheaters Brno

 

Nach Abschluss seines Studiums am Tanzkonservatorium von Eva Jaczová in Bratislava begann er seine Laufbahn 1989 beim Ballett des Slowakischen Nationaltheaters, wo er schon bald zum Solisten aufstieg. Im Jahr 1992 erhielt er ein Angebot des von Jiří Kylián geleiteten Nederlands Dans Theater in Den Haag, nahm jedoch noch vor seinem dortigen Antritt ein halbjähriges Engagement als Solist am Ballett des Nationaltheaters Brno an. Während seines Wirkens am NDT begegnete er den bedeutendsten Choreografen jener Zeit, so etwa Jiří Kylián, Mats Ek, Nacho Duato, Ohad Naharin, William Forsythe oder Édouard Lock. Im Jahr 1999 trat er ein weiteres Engagement im Ausland an und wirkte als erster Solist des Ensembles Les Grands Ballets Canadiens in Montreal. Ans Ballett des Slowakischen Nationaltheaters kehrte er im Jahr 2000 als Gastsolist zurück, von 2006 bis 2010 wirkte er dort als künstlerischer Leiter. Radačovský begründete das Ensemble Balet Bratislava, welches er von 2011 bis zu seiner Auflösung im Jahr 2013 leitete. Seit der Bühnensaison 2013 ist er künstlerischer Leiter des Balletts des Nationaltheaters Brno. Im Jahr 2018 schloss er an der Fakultät für Musik und Tanz der Akademie der musischen Künste in Prag ein Magisterstudium der Choreografie ab.

 

Seine Karriere als Choreograf begann er im Jahr 2002 bei den Grand Ballets Canadiens in Montreal. Sein Erstlingswerk war die Miniatur The Letter, weiter schuf er hier die Werke Inspiration (2002) und Train Station (2004). Nach seiner Rückkehr ans Slowakische Nationaltheater brachte er die Inszenierungen Veränderung (2005), Begegnung mit einem Schwan I. (2007), Warhol (2007), 68 (2008) und Everest (2009) auf die Bühne. Beim Balet Bratislava folgten u. a. Monos (2012), Queen (2013) oder das Musical Mata Hari (2013). Die meisten seiner Choreografien schuf er jedoch außerhalb der Slowakei: in Kanada Bolero (2006) für das Jeune Ballet du Québec, in den USA Romeo und Julia (2011), Black and White (2012) und Beethoven (2015) für das Grand Rapids Ballet oder Compulsive (2013) für das Diablo Ballet in San Francisco, in Neuseeland Black and White (2019) für das Royal Ballet. Weitere choreografische Werke brachte er in Tschechien auf die Bühne: Schicksalhafte Liebschaften (2012), Black and White (2015), Together, Beethoven (2016), die Tanzversion des Musicals West Side Story (2017), Romeo und Julia (2019) beim Ballett des Nationaltheaters Brno, Slawisches Quartett beim Prager Kammerballett (2014) oder Carmen beim Ballett des Josef-Kajetán-Tyl-Theaters in Pilsen (2016).

 

Im Ausland inszenierte er weiter die Premiere des Klavierkonzerts von Rihards Dubra am Lettischen Nationalballett in Riga (2014) oder das Musical Maria de Buenos Aires am Nationalen Operettentheater in Bukarest (2010). In Vorbereitung befinden sich das Ballett Michelangelo für das Serbische Nationalballett in Belgrad und Beethoven am heimischen Nationaltheater Brno.

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