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Janáček Brno 2022 QUO VADIS schon diesen Herbst

Die herausragendsten tschechischen Dirigenten gemeinsam auf einem Festival! Bei der nächsten Festivalausgabe werden Jakub Hrůša, Tomáš Hanus, Tomáš Netopil und Marko Ivanović in Brünn zusammentreffen.

Die achte Auflage des Festivals Janáček Brno steht unter dem sehr treffenden Motto „Quo vadis“, welches gleichzeitig der Titel einer von Leoš Janáček sehr geschätzten geistlichen Kantate aus der Feder von Feliks Nowowiejski ist. Die große humanistische Botschaft dieses Werkes spiegelt sich auch in Janáčeks Schaffen, insbesondere in seinen slawisch inspirierten Kompositionen.

Das Festival Janáček Brno findet vom 2. bis zum 20. November 2022 statt. Auf das Publikum wartet wiederum ein reichhaltiges Programm, das von führenden Opernbühnen, namhaften Dirigenten, Regisseuren und Interpreten dargeboten wird. „Das Festival Janáček wurde bereits mit einem der begehrtesten Preise ausgezeichnet, die es für Opernfestivals überhaupt gibt. Als erstes und bislang einziges Opern- und Musikfestival in Tschechien hat es den International Opera Award für das beste Festival des Jahres 2018 errungen“, freut sich der Direktor des Nationaltheaters Brno Martin Glaser. 

Der Festivaljahrgang 2022 kann mit herausragenden Opern- und Konzertvorstellungen aufwarten. Zum Auftakt wird ein ganz außergewöhnliches Projekt zu erleben sein. „Vor mehr als zwei Jahren äußerte der Dirigent Jakub Hrůša mir gegenüber seine Idee, Janáčeks Oper Aus einem Totenhaus zusammen mit einer szenischen Aufführung seiner Glagolitischen Messe auf die Bühne zu bringen. Einer solchen Idee konnte ich nicht widerstehen, zumal wir hier mit dem Ensemble der Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno über ausgezeichnete Interpreten der Musik Janáčeks verfügen. Die Inszenierung wird gleichzeitig auch im Rahmen des Programms OperaVision, an dem wir beteiligt sind, live übertragen“, so Jiří Heřman, künstlerischer Leiter der Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno und gleichzeitig Regisseur der Inszenierung. 

Schon traditionell zeigt das Festival auf, welche enorme Bandbreite an Interpretationsmöglichkeiten die Opern Janáčeks bieten. In dieser Hinsicht wird auch der Jahrgang 2022 keine Ausnahme darstellen. So präsentiert das Grand Théâtre de Genève die Oper Katja Kabanowa in einer Inszenierung der Regisseurin Tatjana Gürbaca und unter der musikalischen Leitung von Tomáš Netopil. Das Prager Nationaltheater dagegen wird dieselbe Oper in einer Bearbeitung von Regisseur Calixto Bieito und Dirigent Jaroslav Kyzlink zur Aufführung bringen. Auf das Publikum warten somit zwei sehr interessante Interpretationsansätze.

Mit einer weiteren außergewöhnlichen Inszenierung präsentiert sich die Welsh National Opera, welche Die Sache Makropulos unter der Regie von Olivia Fuchs und unter der musikalischen Leitung von Tomáš Hanus zur Aufführung bringt. Zum Abschluss des Festivals wird das Nationaltheater Prag die Oper Flammen von Erwin Schulhoff wiederum unter der Regie von Calixto Bieito präsentieren. „Die Oper Flammen stellt eine interessante Parallele zur Sache Makropulos dar. Wo Janáčeks Elina ihre Befreiung durch den Tod findet, der durch seine Endgültigkeit die Erfüllung unseres Lebens darstellt, wird Schulhoffs Don Juan dadurch für seine Taten bestraft, dass er für immer unsterblich bleiben muss“, erklärt dazu Patricie Částková, die Dramaturgin der Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno. 

Das umfangreiche Konzertprogramm des Festivals reflektiert die Inspiration durch die slawische Kultur nicht nur im Werk Janáčeks, sondern auch im Schaffen weiterer Komponisten, vor allem der Zeitgenossen Janáčeks. Hier ist speziell die bereits erwähnte Kantate Quo vadis zu nennen, welche vom Orchester der Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno und vom Chor des Slowakischen Nationaltheaters unter der Leitung von John Fiore zur Aufführung gebracht wird. „Janáček wollte Quo vadis im Jahr 1910 unter allen Umständen aufführen, doch gelang es ihm nicht, ein geeignetes Orchester für dieses Werk zusammenzustellen. Wir werden also 112 Jahre später in Brno ein Werk hören können, das Janáček so sehr gerade hier aufführen wollte“, erklärt dazu der Musikwissenschaftler Jiří Zahrádka. Bei den weiteren Konzerten werden so herausragende Klangkörper wie das Orchestre de la Suisse Romande, das Orchester der Welsh National Opera und das Symphonieorchester des Tschechischen Rundfunks zu erleben sein. Im Rahmen der Kammerkonzertreihe werden so vorzügliche Ensembles wie das Pavel Haas Quartet oder das Zemlinsky Quartet auftreten. Janáčeks Tagebuch eines Verschollenen wird gleich in zwei Versionen zu hören sein – in der international mit Preisen bedachten Aufführung mit Julius Drake, Nicky Spence und Václava Krejčí Housková sowie in einer von Miloš Štědroň instrumentierten Version mit der nicht weniger bekannten Interpretin Iva Bittová und dem herausragenden tschechischen Tenor Jaroslav Březina.

Das Festival möchte auch die jüngste Künstlergeneration fördern und ihr eine Bühne bieten, was in Zusammenarbeit mit dem Konservatorium Brno und der Janáček-Akademie der musischen Künste geschieht. Auf dem Programm stehen so unter anderem zwei Premieren neuer Opern der Komponistinnen Markéta Brothánková und Noemi Savková.

Weitere Informationen sowie das komplette Programm finden Sie unter www.janacek-brno.cz.

Das Finale des Janáček-Festivals in Brünn findet in diesem Herbst statt.

Das Finale des letztjährigen Janáček-Brünn-Festivals findet in diesem Herbst statt. Freuen Sie sich auf verschobene Aufführungen und Konzerte. Sie haben die einmalige Gelegenheit, das Festival auch in einem ungeraden Jahr auf unkonventionelle Weise zu erleben.

Worauf können Sie sich in diesem besonderen Jahr freuen?

𝟮𝟴.𝟬𝟵. Folklorekonzert von CHURCH SONGS FROM ABOVE in Červený Kostel Brno
𝟮𝟭.𝟭𝟬. CHILDREN’S CHOIR BRNO im Theater Reduta
𝟱.𝟭𝟭. Premiere von Bohuslav Martinůs Oper Griechische Passionen im Janáček-Theater
𝟭𝟯.𝟭𝟭. RECITAL VON TOMÁŠE KRÁLE UND MATAN PORAT in der Vila Tugendhat
𝟮𝟬.𝟭𝟭. KONZERT DES PRAGER PHILHARMONISCHEN CHORS in Besední dům
𝟮𝟲. und 𝟮𝟳.𝟭𝟭. Oper von Leoš Janáček FATE im Janáček Theater
𝟯𝟬.𝟭𝟭. RECITAL VON PAVOL BRESLIK UND RÓBERT PECHANCE im Reduta-Theater