Wolfgang Amadeus Mozart

Cosi fan tutte

Mahen Theater / Oper Termine und Tickets

Einstudiert in der italienischen Originalfassung mit tschechischen und englischen Untertiteln

Stellen Sie Ihre Beziehung nicht auf die Probe, Sie riskieren, dass Ihre Freundin ihre Liebe einem anderen schenkt!

So machen es alle oder Die Schule der Liebenden“, so lautet der Titel der dritten Oper, die aus der künstlerischen Zusammenarbeit des Librettisten Lorenzo da Ponte und des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart entstand. Als Erster versuchte sich Salieri an der Vertonung des Librettos, aber bald gab er es auf, und die Geschichte von einer scheinbar harmlosen Wette um die Frauentreue kam in die kompetentesten Hände. Die menschlichen Beziehungen sind nämlich nie schwarz-weiß, und in dieser Oper gilt dies umso mehr. Mozart knüpfte darin an seine vorherigen Werke Don Giovanni und Figaros Hochzeit an, die kaum zu klassifizieren sind – immer wieder schimmert in dem Drama ein schelmisches Lächeln durch, und hinter dem Lachen verbergen sich des Öfteren Tränen und Ärger. So ist es auch hier: Zwei Jünglinge, Ferrando und Guglielmo, angestiftet von dem skeptischen Don Alfonso, verkleiden sich als Fremde, um die Treue ihrer Verlobten auf die Probe zu stellen. Ehe jedoch das Stück zu Ende geht, verfangen sie sich selbst in dem Netz des falschen Spiels mit den Gefühlen. Im 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts hielt das Publikum das Sujet für vulgär und unmoralisch, und Così fan tutte verschwand fast vollständig von den Opernbühnen. Heute gehört es hingegen zu den meistgespielten Opern, und das zu Recht – einzelne Arien und Ensembles wurden zu Opernhits, und das gesamte Werk, das Mozart auf dem Kontrast und einem durchgearbeiteten musikalischen Ausdruck aufbaute, ist ein wahres Juwel des Opernrepertoires.

Erstaufführung am 18. Mai 2018, Mahen – Theater.

 

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Inhalt der Oper

Mit Gefühlen ist nicht zu spaßen, geschweige denn Wetten darüber abzuschließen, sonst tappt man leicht in die Falle des eigenen Spiels, das aufhört lustig zu sein, sobald Tatsachen auftauchen, die man von sich selber oder vom Partner nie erfahren wollte.

1. Akt

Die Beziehungen von Don Alfonso und Despina haben schon ihre beste Zeiten hinter sich und beide hegen eher zynische Gefühle gegenüber der Liebe. Alfonsos junge Freunde Ferrando und Guglielmo sind verliebt und preisen ihre geliebten Dorabella und Fiordiligi. Die Naivität der beiden provoziert Don Alfonso zur Erklärung, das keine Frau tadellos und treu sei. Er schlägt eine Wette vor – Ferrando und Guglielmo sollen am nächsten Tag machen, was er ihnen sagt und dann soll sich herausstellen, ob die Damen ihren Gefühlen treu sind. Beide jungen Männer schwören bei ihrer Soldatenehre und das Spiel kann beginnen.

Dorabella und Fiordiligi erfreuen sich ihrer Liebe. Die Ruhe wird durch die Ankunft des betrübten Don Alfonso unterbrochen der ihnen verkündet, dass ihre Verlobten in den Krieg ziehen und sofort abreisen müssen. Ferrando und Guglielmo kommen hinzu und es folgt ein herzergreifender Abschied. Die Mädchen sind verzweifelt und das Hausmädchen Despina versucht sie zu überzeugen, dass ihnen doch nichts im Wege stehe, sich mit anderen Männern zu vergnügen, während die ihren weg sind – die beiden werden mit Sicherheit auch nicht die treuesten sein.

Don Alfonso kehrt mit Ferrando und Guglielmo zurück, die als Albaner verkleidet sind und die Mädchen sofort umwerben. Despina lässt sich nicht lange täuschen, sie entscheidet sich jedoch ihr Spiel mitzuspielen. Die Mädchen reagieren empört – wie konnten sie sich nur erlauben, fremde Männer ins Haus zu lassen. Ferrando und Guglielmo versuchen, obgleich etwas ungeschickt, die Gunst der jungen Frauen zu gewinnen. Es dauert nicht lange und Dorabella und Fiordiligi stellen überrascht fest, dass dies doch ihre Verlobten sind. Sie verstehen nicht, was das bedeuten soll und jagen sie erzürnt aus dem Haus.

Die Herren lachen und halten die Wette für gewonnen. Don Alfonso erinnert sie jedoch daran, dass sie geschworen haben, seinen Befehlen bis zum zweiten Tag zu folgen. Der zweite Versuch, die Gunst der Mädchen zu gewinnen, besteht in einer vorgetäuschten Arsenvergiftung. Fiordiligi und Dorabella sind erschrocken. Sie ärgern sich zwar und geben nicht zu, dass sie die Verkleidung durchschaut haben, den Tod ihrer Verlobten möchten sie aber bestimmt nicht. Despina verkleidet sich als Arzt und rettet mit Hilfe der Mädchen die beiden „Vergifteten“. Dorabella und Fiordiligi sind erleichtert, den Kuss, den die Albaner wiederum fordern, lehnen sie jedoch entschieden ab.

2. Akt

Despina versucht die Mädchen zu überzeugen, sie sollen wie Frauen handeln und keine Angst haben, das Leben etwas zu genießen und mit anderen Männern zu flirten. Dorabella gesteht Fiordiligi, dass es ihr nicht gegen den Sinn wäre, bei dem Spiel mitzumachen, aber um ihre beiden Verlobten für den Schwindel zu bestrafen, beschließen sie, dass sie die Partner tauschen. Ferrando und Guglielmo kommen hinzu und sind überrascht, dass die Mädchen bereit sind, ihnen zu folgen. Sie schließen sich jedoch jeweils dem falschen Partner an. Der nervös gewordene Ferrando geht mit Fiordiligi fort und Guglielmo bleibt mit Dorabella allein. Sie entscheidet sich, Guglielmo einen Denkzettel zu erteilen und lässt sich auf seine Annäherungsversuche ein. Guglielmo ist überrascht, nutzt jedoch die Situation.

Ferrando war bei Fiordiligi nicht erfolgreich und eilt heiter zu seinem Freund um ihm mitzuteilen, dass seine Verlobte ihm treu ist. Auf ihn warten jedoch weniger gute Nachrichten und Guglielmo versucht ihn zu überzeugen, dass alle Frauen so sind.

Fiordiligi gesteht Dorabella, dass sie verliebt ist, nicht jedoch in Guglielmo, sondern in Ferrando. Sie entscheidet sich, das Spiel zu beenden und befiehlt Despina, die Uniformen ihrer Verlobten zu bringen. Bevor sie es jedoch schafft, taucht Ferrando auf und Fiordiligi gibt ihrer aufflammenden Liebe nach.

Nun ist Ferrando an der Reihe, Guglielmo die schlechte Nachricht zu bringen, Don Alfonso tröstet die beiden – alle Frauen sind so, sie sollen sich damit abfinden und sie heiraten.

Die Hochzeit der neuen Paare wird vorbereitet, Ferrando mit Fiordiligi und Guglielmo mit Dorabella. Guglielmo ist aber mit dem Tausch nicht zufrieden und spürt Eifersucht gegenüber dem offensichtlich verliebten Paar. Es kommt der Notar, nämlich die verkleidete Despina, und beide Paare unterschreiben den Ehevertrag. Die Feier wird durch Lärm unterbrochen, Don Alfonso inszeniert die Heimkehr der Soldaten. Keiner der Anwesenden versteht, was vor sich geht. Die Herren zeigen sich also überrascht und die Mädchen erschrocken, darunter wachsen jedoch Zorn und Scham darüber, in welches Spiel sie sich hineinziehen ließen. Die Mädchen offenbaren, dass sie wussten, wer unter der Albaner-Verkleidung steckte, was aber geschehen ist, kann nicht mehr zurückgenommen werden. Ferrando und Fiordiligi sind aufrichtig ineinander verliebt, aber die Rücksicht auf ihre ehemaligen Partner erlaubt es ihnen nicht, ihre Beziehung weiterzuführen. Anstelle von zwei verliebten Paaren blieben auf einmal vier einsame Menschen übrig. Mit der Liebe zu spaßen lohnt sich ebennicht…

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Produktionsteam

Lorenzo da Ponte Libretto
Jakub Klecker Musikeinstudierung, dirigent
Robert Kružík Dirigent
Anna Petrželková Regisseur
Eva Jiřikovská Kostüme
Hana Achilles Bewegung Zusammenarbeit
Pavel Koňárek Chorleiter
Patricie Částková Dramaturgie
Pavla Beranová Lichtdesign

Besetzung

Wann spielen wir?

Fotogalerie