Giacomo Puccini

Madama Butterfly

Janáček Theater / Oper Termine und Tickets

Einstudierung im italienischen Original mit tschechischen Übertiteln

Liebe, Verrat und Tod in exotischem Japan.

Die zweite Hälfte des neunzehnten und der Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts waren eine Zeit, in welcher Europa sich von der japanischen Kultur faszinieren ließ. Groß in Mode waren japanische Gärten und Inneneinrichtungen, auf Interesse stießen auch die angewandte Kunst und Kleidung. Es ist daher kein Wunder, dass Giacomo Puccini sofort beschloss, das Stück des amerikanischen Dramatikers David Belasco von der unglücklichen Liebe der jungen japanischen Geisha Cio-Cio-San (bekannt als Schmetterling) zum amerikanischen Marineoffizier Pinkerton, das er in einem kleinen Londoner Theater gesehen hatte, in Musik umzusetzen. Die Geschichte gab dem Komponisten ein Sujet mit viel Sentiment und dem exotischen Milieu der japanischen Kultur, das er mit bestechenden Melodien auffüllte. Die Auswahl dieses exotischen Stoffes bedeutete, dass er in der Oper Madama Butterfly neue musikalische Ausdrucksformen bewältigen musste. Er studierte die Kultur des fernen Japans, ließ sich zahlreiche Schallplatten aus Tokio bringen, um die japanische Volksmusik kennenzulernen, und widmete dem Verständnis des japanischen Lokalkolorits große Anstrengungen. Die Madama Butterfly ist ein Meisterwerk der fein geschilderten Atmosphäre und Poesie. Das kreative Duo von Jiří Nekvasil und Daniel Dvořák schuf eine attraktive minimalistische Inszenierung, inspiriert von der japanischen Kultur, die zugleich moderne Tendenzen des zeitgenössischen europäischen Theaters berücksichtigt.

ERSTAUFFÜHRUNG 13. 11. 2009, Janáčeks Theater

Mehr anzeigen

Inhalt:

1. Teil
Der amerikanische Marineoffizier Pinkerton erblickt auf dem Marktplatz in Nagasaki ein anmutiges Mädchen namens Cio-Cio-San (Schmetterling). Er beschließt, das Mädchen zu heiraten, und der Vermittler Goro besorgt für ihn alles Erforderliche für eine lächerliche Summe von nur 100 Yen. Er mietet eine Villa auf einem Hügel mit Aussicht zum Meer und Hafen und organisiert die Hochzeit. Die Trauung findet in der Villa in Anwesenheit des amerikanischen Konsuls Sharpless und der Angehörigen der Braut statt. Cio-Cio-San verliebt sich in Pinkerton und gibt willig ihr bisheriges Leben, ihre Religion und Gewohnheiten auf. Sie ahnt jedoch nicht, dass Pinkerton die Vermählung nach japanischen Sitten nur für ein unverbindliches Abenteuer hält. Die Hochzeitsfeier wird von der Ankunft von Bonzo unterbrochen, einem Onkel Cio-Cio-Sans, der die Braut verflucht, weil sie ihr Glauben verrät und einen Fremdling heiratet. Aber Cio-Cio-San erwartet vom Leben mit Pinkerton nur Glück. Die Hochzeitgäste gehen fort und die Neuvermählten bleiben allein unter dem Sternenhimmel.

2. Teil
Seit der Hochzeit sind drei Jahre verflogen. Pinkerton ist kurz nach der Hochzeit mit seinem Schiff weggefahren und hat Cio-Cio-San versprochen, im Frühling wieder zurückzukommen. Cio-Cio-San wartet treu auf Pinkertons Rückkehr mit ihrem Kind, das inzwischen geboren wurde und von dem Pinkerton nichts weiß. Sie lebt allein, nur mit ihrer Magd Suzuki. Ihre Familie hat sie verstoßen, und Cio-Cio-San lebt nur aus dürftigen Mitteln, welche ihr Pinkerton bei Sharpless hinterlassen hat. Trotzdem lehnt sie Heiratsanträge des reichen Fürsten Yamadori ab und glaubt nach wie vor fest an Pinkertons Rückkehr. Dieser hat allerdings inzwischen in Amerika geheiratet und reist nun nach Nagasaki mit seiner amerikanischen Ehefrau. Cio-Cio-San sieht auf dem Horizont Pinkertons Schiff und wartet die ganze Nacht auf seine Ankunft. Pinkerton kommt allerdings in Begleitung seiner Frau. Er will sein Kind nach Amerika mitnehmen. Die verzweifelte Cio-Cio-San stimmt zu, kann aber mit ihrem Unglück nicht weiter leben. Sie stirbt von eigener Hand, so wie auch ihr Vater ehemals starb.

Weniger zeigen

Produktionsteam

Besetzung

Wann spielen wir?

Janáček Theater / Opera

Madama Butterfly

  • 17/02/2022
  • 19:00 - 21:50

Fotogalerie