Béla Bartók / Arnold Schönberg

Herzog Blaubarts Burg / Erwartung

Janáček Theater / Oper Termine und Tickets

Im ungarischen und deutschen Original mit tschechischen und englischen Übertiteln

Eine Frau sucht im nächtlichen Wald ihren Geliebten und findet ihn schließlich tot. In Herzog Blaubarts Burg erscheint Judith. Sie ist von Blaubarts geheimnisvollem Wesen fasziniert und will trotz der schauderhaften Gerüchte, die sie über ihren Zukünftigen gehört hat, seine Frau werden. Sie kommt in der dunklen Burg an, und die Tore schließen sich hinter ihr. In der Burghalle gibt es sieben verschlossene Türen. Judith glaubt, mit ihrer Liebe diesen unwirtlichen Ort verändern zu können. Sie gesteht dem Burgherrn ihre Liebe und bittet ihn, die erste verschlossene Tür zu öffnen. Dieser widersetzt sich: „Liebe mich und stell keine Fragen.“ Schließlich gibt er aber nach und öffnet die Tür…. Obwohl Schönbergs erstes Bühnenwerk Erwartung und Bartóks Oper Herzog Blaubarts Burg nach Perraults Märchen Der Blaubart unabhängig voneinander, wenn auch fast gleichzeitig, entstanden, haben sie dasselbe psychologische Thema – Erwartung, Hoffnung und Angst, die schließlich zu einer grauenhaften Erkenntnis führen. Dieser Umstand wird in der Inszenierung von David Radok genutzt, der die beiden Opern zu einem abgeschlossenen Ganzen verbindet.

Erstaufführung am 15 Oktober 2016, Janáček Theater

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Inhalt der Oper

Judith verlässt ihre Eltern und ihren Verlobten, um Blaubart in seine Burg zu folgen. Nachdem sie die düstere Burg betritt, entdeckt sie dort sieben verschlossene Türen – so verschlossen und geheimnisvoll wie der Mann, den sie geheiratet hat. Judith möchte alle Türen öffnen, um Licht in Blaubarts Leben zu bringen und um ihn besser kennenzulernen. Sie bittet deshalb um die Schlüssel, einen nach dem anderen.
In den Räumen findet sie nach und nach Blaubarts Erlebnisse und Erinnerungen, den Verlauf seines gesamten Lebens. Aber immer, wenn sie eine Tür zur Vergangenheit öffnet, findet sie dahinter auch Blutspuren. Blaubart bittet Judith, ihn zu lieben und keine weiteren Fragen zu stellen. Sie möchte jedoch alles enthüllen. Blaubart verbietet ihr, die siebte und letzte Tür zu öffnen, aber Judith bestürmt ihn weiter mit Fragen über sein Leben und Lieben und fordert den siebten Schlüssel. Hinter der letzten Tür befinden sich Blaubarts frühere Frauen – Erinnerungen an das vergangene Leben. Judith nimmt einen Platz unter ihnen ein, in Blaubarts Erinnerungen. Er selbst bleibt vor der Tür, auf ewig allein. Ringsherum bricht die Nacht herein.

Die „Erwartung“ – soll innerhalb einer halben Stunde in einer langsamen Bewegung mit höchstmöglicher seelischer Erregung alles darstellen, was sich in einer einzigen Sekunde vollzogen hat.

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