Johann Strauss ml.

Die Fledermaus

Janáček Theater / Oper Termine und Tickets

Das Gefängnis oder ein Ball voller schöner Frauen? Da ist die Wahl einfach, nur darf die Gemahlin nichts davon erfahren. Gabriel von Eisenstein soll wegen Beleidigung des Gerichts eine einwöchige Arreststrafe verbüßen. Zu Hause gibt er vor, seine Strafe anzutreten, stattdessen jedoch geht er inkognito auf eine Feier, die der exotische Prinz Orlofsky ausrichtet. Eisensteins Gattin Rosalinde nutzt seine Abwesenheit und lädt ihren früheren Geliebten Alfred ein, das Stelldichein wird jedoch durch die Gefängniswache gestört, die gekommen ist, um ihren Mann abzuführen.

 

Zum zweihundertsten Geburtstag von Johann Strauss haben wir uns entschlossen, ihm ebenso wie Ihnen ein Geschenk in Gestalt einer neuen Inszenierung seiner berühmten Operette Die Fledermaus zu machen. Seit ihrer Premiere feiert die witzige Geschichte über vertauschte Identitäten und darüber, dass auch ein unschuldiger Flirt zu allerhand Komplikationen führen kann, Erfolge in den bedeutendsten Theatern der Welt, und das nicht nur auf den Operettenbühnen. Die Fledermaus ist schon längst zum festen Bestandteil des Repertoires etwa der Metropolitan Opera oder der Wiener Staatsoper geworden. Kaum bekannt ist heute, dass alles mit dem französischen Lustspiel Réveillon der Herren Meilhac und Halévy begann. Max Stein, der Direktor des Theaters an der Wien Max, beschloss nach dem Studium des Textes, das Stück lieber nicht als Schauspiel aufzuführen¸ sondern es zu einem Operettenlibretto umarbeiten zu lassen und es Johann Strauss anzubieten. Der war von Richard Genées Version begeistert und hatte schon nach vier Monaten die Kompositionsarbeit abgeschlossen. In kürzester Zeit entstand so eine Komödie mit Strauss’ feurigen Melodien, und mit der Fledermaus erblickte ein Werk das Licht der Welt, welches heute zu Recht als ein Kleinod der klassischen Wiener Operette gilt.

 

Premiere: am 12. Juni 2026 im Janáček-Theater

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Einstudiert in tschechischer Übersetzung mit tschechischen, englischen und deutschen Untertiteln.

Inhalt:

Treiben Sie keine Scherze mit Ihren Freunden, sie könnten es Ihnen in Zukunft heimzahlen. Oder wie Dr. Falke sagt: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!“

1. Aufzug

Adele, das Stubenmädchen des Ehepaars Eisenstein, erhält im Namen ihrer Schwester Ida eine Einladung zum Ball des Prinzen Orlofsky. Nun muss sie nur noch Rosalinde davon überzeugen, ihr frei zu geben, und erfindet eine kranke Tante. Rosalinde hat jedoch andere Sorgen, denn ihr Mann, Gabriel von Eisenstein, steht vor Gericht, wo über die Dauer seiner Gefängnisstrafe entschieden wird. Zu allem Überfluss taucht ihre alte Liebe, der Tenor Alfred, auf und singt unter ihrem Fenster. Er klettert sogar hinein und weigert sich zu gehen, bis Rosalinde verspricht, ihn am Abend zu treffen.

Kaum hat sie das Fenster hinter ihm zugeschlagen, kehrt ein wütender Eisenstein mit Dr. Blind zurück, dem er Inkompetenz und die Verlängerung seiner Strafe vorwirft. Der Anwalt verteidigt sich damit, dass Eisenstein selbst schuld sei, wird aber hinausgeworfen. Eisenstein bereitet sich auf den Gang ins Gefängnis vor, als Dr. Falke erscheint und ihn davon überzeugt, dass die Zelle bis zum Morgen warten kann – denn die Nacht gehört dem Ball eines mysteriösen schwedischen Prinzen. Eisenstein lässt sich überreden, wirft sich in Schale und verlässt nach einem rührenden Abschied von Rosalinde das Haus, um angeblich „einzusitzen“.

Weil Rosalinde Adele wegen Alfred loswerden muss, gibt sie ihr schließlich frei. Diese zögert nicht lange, leiht sich heimlich das Ballkleid ihrer Herrin aus und eilt zum Fest. Alfred taucht wieder auf, macht es sich bei den Eisensteins gemütlich und zieht sogar Eisensteins Schlafrock an. In diesem Moment läutet Gefängnisdirektor Frank, der Eisenstein persönlich abholen will. Rosalinde cầu-fleht Alfred an, nichts zu verraten, und dieser wird anstelle ihres Mannes ins Gefängnis abgeführt.

2. Aufzug

Dr. Falke verspricht dem vom Leben gelangweilten Prinzen eine große Belustigung in Form der „Rache der Fledermaus“. Und schon erscheint der erste Akteur des Spiels – Eisenstein, den Falke der Gesellschaft als Marquis vorstellt. Kurz darauf taucht Frank auf und wird als Chevalier ausgegeben. Die Situation wird unübersichtlich, als Eisenstein auf Adele stößt, die sich als angehende Künstlerin namens Olga ausgibt. Falke kündigt die Ankunft einer schönen ungarischen Gräfin an, die jedoch unerkannt bleiben muss.

Es ist keine Andere als Rosalinde, die von Falke eingeladen wurde, damit sie sieht, wie ihr Gabriel im „Gefängnis“ leidet. Rosalinde erscheint maskiert, und Eisenstein beschließt, sie mithilfe seiner berühmten Repetieruhr zu verführen. Rosalinde nimmt ihm die Uhr jedoch während des Flirts ab und weigert sich, sie zurückzugeben.

Alle wollen wissen, was es mit der „Fledermaus“ auf sich hat, und Eisenstein erzählt lachend, wie er und Falke einst auf einen Maskenball gingen – Eisenstein als Schmetterling und Falke im Fledermaus-Kostüm. Beide betranken sich, und Eisenstein fuhr den schlafenden Falke in ein Wäldchen am Stadtrand und ließ ihn dort zurück. Dieser musste dann zur Belustigung der ganzen Stadt am Morgen im Fledermaus-Kostüm zu Fuß nach Hause gehen. Die Nacht vergeht wie im Flug, und es ist Zeit für die fröhliche und auch ziemlich beschwipste Gesellschaft, sich zu verabschieden.

3. Aufzug

Im Gefängnis möchte der Gefängniswärter Frosch am liebsten seinen Kater ausschlafen, doch der ständig singende Alfred hindert ihn daran. Direktor Frank kehrt ebenfalls mit einem mörderischen Kater zurück. Wenig später tauchen Adele und Ida am Gefängnistor auf und versuchen Frank zu überreden, Adeles künstlerische Karriere zu unterstützen. Auch Rosalinde trifft ein und versucht Alfred davon zu überzeugen, dass er verschwinden muss, bevor ihr Mann auftaucht.

Doch Eisenstein steht bereits vor der Tür, fordert seine Zelle und erklärt Frank, dass er kein Marquis, sondern Eisenstein ist. Frank hält das für einen guten Witz, da er Eisenstein doch gestern Abend persönlich aus den Armen seiner Frau abgeholt hat. Eisenstein lässt den Anwalt Dr. Blind rufen. Als Blind eintrifft, verkleidet sich Eisenstein in dessen Kleidern, um herauszufinden, was zwischen Rosalinde und Alfred vorgefallen ist.

Schließlich gibt er sich zu erkennen und droht Rosalinde mit Strafe für ihre Untreue. Diese zieht jedoch seine Uhr hervor, und Eisenstein muss kapitulieren. Der Rest der Gesellschaft, angeführt von Falke, trifft im Gefängnis ein. Falke gesteht, dass er das Ganze als „Rache der Fledermaus“ inszeniert hat. Am Ende versöhnen sich alle und sind sich einig, dass der Hauptschuldige eigentlich der Champagner war.

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Besetzung

Wann spielen wir?

Die Fledermaus Janáček Theater / Oper Johann Strauss ml.

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