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Eine böhmische und eine mährische Weihnachtsmesse.

Einstudiert im tschechischen Original mit tschechischen und englischen Untertiteln.

Die Adventszeit gehört bei der Brünner Oper traditionell den Marienspielen von Bohuslav Martinů, doch ab der Saison 2020/21 wird sich zu ihnen noch eine weitere Aufführung gesellen – die Böhmische Weihnachtsmesse. Das wohl bekannteste weihnachtliche Musikstück in diesem Land wurde 1796 von Jakub Jan Ryba geschrieben, von dem auch der tschechische Text stammt. Wenngleich Ryba Teile der lateinischen Messe respektierte, schuf er doch eigentlich ein Hirtenspiel über die Verkündigung der Geburt Christi und das Eintreffen der Hirten an der Krippe, welches dank seiner frischen und fröhlichen Melodien innerhalb kürzester Zeit sehr beliebt wurde und auch heute, mehr als zweihundert Jahre nach seiner Entstehung, noch immer untrennbar zur Weihnachtszeit gehört. Rybas Messe war jedoch zu ihrer Zeit nicht die einzige – zu ihren Vorgängerinnen zählt die 1755 entstandene reizvolle Missa pastoralis in C boemica des mährischen Kantors Josef Schreier, bekannt auch als Mährische Weihnachtsmesse „Horch, Miko, horch!“. Schreiers Messe ist eigentlich eine Abfolge kleiner Pastorellen, in denen der lateinische Text auf witzige Art mit dem walachischen Dialekt vermischt wird. Musikalisch schöpft die Messe stark aus der mährischen Volksmusik des Spätbarocks und bildet damit einen interessanten Kontrast zu Rybas klassizistischer Messe.

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