Richard Strauss

Der Rosenkavalier

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Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding, die ändert doch nichts an den Sachen.

Einstudiert im deutschen Original mit tschechischen und englischen Untertiteln

Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding, die ändert doch nichts an den Sachen.
Nach so dramatischen und zu ihrer Zeit kontroversen Werken wie Elektra und Salome hätte von Richard Strauss wohl kaum jemand eine komische Oper im Rhythmus des Wiener Walzers erwartet. Doch kann die Kategorisierung als komische Oper auch in die Irre führen, da das an Werke von Louvet de Couvray und Molière angelehnte Libretto aus der  Feder von Hugo von Hofmannsthal, mit dem Strauss lange Jahre zusammenarbeitete, weit mehr in sich birgt als nur das komische Sujet des ältlichen Barons Ochs, der eine junge, vermögende Dame heiraten möchte, dessen Plan jedoch daran scheitert, dass sich seine Auserwählte Sophie in Octavian verliebt, der nur dazu bestellt war, ihr im Namen des Barons zeremoniell eine silberne Rose zu überbringen. Das Gewirr der verschiedenen Gesellschaftsschichten im Wien des 18. Jahrhunderts führt zwar zu einer Reihe von humorvollen Situationen, doch ließen beide Autoren vor allem durch die Figur der alternden Feldmarschallin in das Werk auch weniger komische, dafür aber umso menschlichere Themen einfließen – die Sehsucht nach Jugend und die Angst vor dem Altern, Untreue, Selbstlosigkeit in der Liebe.

Premiere am 29. November 2019 im Janáček-Theater

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Inhalt der Oper
1. Akt
Es wird Tag… Die Feldmarschallin erwacht nach einer Nacht, die sie mit Octavian Graf Rofrano verbracht hat. Ihr jugendlicher Liebhaber schläft noch, und die Feldmarschallin verfällt der Trübsal über die unerbittlich dahinrinnende Zeit. Als Octavian erwacht, bemüht er sich mit jugendlicher Verve, die vergangene Nacht heraufzubeschwören – der Morgen ist ihm zuwider, denn dann muss er seine Geliebte mit anderen teilen. Ihre gegenseitigen Liebesbeschwörungen werden durch Stimmen aus dem Vorzimmer unterbrochen. Die anfängliche Panik, der Feldmarschall könne von der Jagd zurückgekehrt sein, weicht ald
der Erleichterung, als sich zeigt, dass es sich bei dem unerwarteten Besuch um den Cousin der Feldmarschallin, Baron Ochs von Lerchenau, handelt. Um der Feldmarschallin eine peinliche Situation zu ersparen, zieht Octavian die Kleider der Kammerzofe an und gibt sich als Dienerin Mariandel aus. Ochs ist gekommen, um die Feldmarschallin um einen Bräutigamsführer für seine bevorstehende Vermählung mit Sophie von Faninal zu bitten, wird jedoch sofort zudringlich gegenüber Mariandel. Es beginnt das Morgenritual, im Schlafgemach erscheinen ein Friseur und eine Modistin, mehrere Bittsteller, ein  italienischer Sänger sowie das italienische Intrigantenpaar Valzacchi und Annina, das seine Dienste anbietet. Ochs bespricht mit dem Notar der Feldmarschallin die Konditionen des Heiratsvertrags und verhandelt über die Höhe der Mitgift Sophies, die er nur des Geldes wegen heiratet. Valzacchi und Annina versprechen Ochs, ein Treff en mit Mariandel zu arrangieren. Die Feldmarschallin erklärt sich bereit, dafür zu sorgen, dass Ochs’ Brautgeschenk an Sophie – eine silberne Rose – von Graf Rofrano überbracht wird. Alle verlassen das Gemach, und die Feldmarschallin denkt daran zurück, wie man sie einst als junges Mädchen verheiratete, das gerade aus dem Kloster zurückgekehrt war. Octavian kehrt zurück und fi ndet die Feldmarschallin in düsterer Stimmung vor. Sie weiß, dass ihre Liebe bald enden wird und Octavian sie für ein jüngeres Mädchen verlassen wird.

2. Akt
Sophie erwartet ungeduldig das Eintreff en des Rosenkavaliers und ihres Bräutigams. Sie ist fest entschlossen sich zu vermählen, denn nur so kann sie als Frau ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen. Als Octavian mit der Rose erscheint, verspüren sie augenblicklich Zuneigung füreinander. Faninal kehrt mit Ochs zurück, dessen arrogantes und rüpelhaft es Benehmen Sophie sofort abstößt. Als Ochs sie verlässt, um den Heiratsvertrag zu unterzeichnen, bittet Sophie Octavian um Hilfe. Ihre gegenseitigen Liebesbezeugungen werden durch Valzacchi und Annina unterbrochen, die das ganze Haus in Aufruhr versetzen. Der Streit steigert sich bis zu einem Duell, bei dem Octavian Ochs leicht verletzt. Der macht ein großes Aufheben darum und lässt sich von Faninal und einem herbeigerufenen Arzt versorgen. Octavian besticht unterdessen Annina, damit sie Ochs eine Einladung zu einem Stelldichein mit Mariandel überreicht. Ochs lehnt es ab, Annina für die Überbringung des Briefes zu bezahlen, und bringt die beiden Italiener gegen sich auf.

3. Akt
Im Wirtshaus bereitet man eine Falle für Ochs vor. Der kommt mit Mariandel – dem verkleideten Octavian – und versucht sie ins Bett zu bekommen. Doch der getrunkene Wein und die unübersehbare  Ähnlichkeit Mariandels mit Octavian bringen Ochs aus der Fassung, und die unablässig zuschauenden Verschwörer lenken ihn ab. Die Szene erreicht ihren Höhepunkt, als Annina in die Stube stürmt und sich als Ochs’ Gemahlin ausgibt, während sich mehrere Kinder an ihn klammern und „Vati, Vati“ rufen. Ochs ruft die Polizei, und der Kommissar erscheint. Für Ochs sieht die Lage nicht gut aus, und in der Bemühung, zu erklären, was er in der Stube mit einem jungen Mädchen treibt, behauptet er, Mariandel sei seine Verlobte Sophie. In das entstandene Durcheinander tritt Faninal, nach dem Octavian hat schicken lassen. Als auch die Feldmarschallin eintrifft , begreift der Baron, dass er hinters Licht geführt wurde, und verlässt auf ihren Rat hin die Szene „als Kavalier“. Die Feldmarschallin weiß, dass Sophie und Octavian ineinander verliebt sind und es an der Zeit ist, Octavian gehen zu lassen. Schließlich hat sie sich geschworen, nicht nur ihn zu lieben, sondern auch seine Liebe zu einer anderen, so dieser Moment denn eintreten sollte. Sie geht mit Faninal ab und überlässt das junge Paar seiner Liebe.

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