Giuseppe Verdi

Aida

Janáček Theater / Oper 17/03/2027 19:00 - 21:55

Zwei Nationen führen einen Krieg gegeneinander, doch mitten auf dem Schlachtfeld spielt sich ein Drama von weit kleinerem Maßstab ab, das unerwartete Folgen haben kann. Die ägyptische Prinzessin Amneris liebt den Heerführer Radamès. Dessen Liebe jedoch gehört der Sklavin Aida, von der niemand weiß, dass sie eine Prinzessin aus dem verfeindeten Äthiopien ist. Ohne dass irgendjemand von ihnen es auch nur ahnen würde, werden sie bald vor einer Wahl stehen, die über Leben und Tod entscheidet…

 

Verdis Aida ist eines seiner Meisterwerke, in dem keine der unverzichtbaren Ingredienzien der romantischen italienischen Oper fehlt – Liebe, Eifersucht, politische Intrigen, große Chorszenen und der unausweichliche tragische Tod. Dazu gehört natürlich auch eine herausragende Besetzung mit Sängern wie unter anderem Csilla Boross, Sung Kyu Park, Luis Cansino oder Aleš Jenis. Erstmals wird außerdem unser Ensemble bei dieser Inszenierung mit unserer Junior-Balletttruppe NdB2 zusammenarbeiten. Gewöhnlich war es Verdi, der sich die Sujets zur musikalischen Umsetzung auswählte, in diesem Falle jedoch wurde ein Angebot von außen an ihn herangetragen. Der Auftrag für die Oper kam vom ägyptischen Vizekönig Ismail Pascha, das Werk war ursprünglich für die feierliche Eröffnung des Suezkanals und für das neu erbaute Opernhaus von Kairo bestimmt. Verdi zögerte zunächst, doch schließlich konnte er sich für das auf einer Erzählung des Archäologen Auguste Mariette basierende Thema aus dem alten Ägypten erwärmen, wobei ihn weniger der Pomp, den die Handlung bot, interessierte als vielmehr für unter den Schichten der politischen Intrigen verborgene subtile Drama. So schrieb er denn ein mitreißendes und noch immer aktuelles Werk voll grandioser Musik, seien es nun die berühmten Arien wie „Celeste Aida“, der Triumphzug oder das herzzerreißende abschließende Quartett der Oper. Im Vordergrund der Inszenierung stehen in der Regel die heimlichen Liebhaber Radamès und Aida, doch lohnt es sich, die ganze Geschichte auch einmal mit den Augen Amneris’ zu betrachten, die wild entschlossen ist, um jeden Preis Radamès’ Liebe zu gewinnen, ohne zu ahnen, dass dieser Preis am Ende Menschenleben sein werden, darunter auch das ihres Auserwählten.

 

Premiere: am 26. September 2025 im Janáček-Theater

 

Premiere am 26 September 2025 im Janáček Theatre
Trailer

Mehr anzeigen

Weniger zeigen

Einstudiert im italienischen Original mit tschechischen, englischen und deutschen Untertiteln.

 

Wozu sind wir imstande, wenn es um die Liebe geht? … Kann sie auch die höchsten Pflichten gegenüber dem Vaterland und dem eigenen Volk überwinden? Oder bringt uns die Sehnsucht nach dem geliebten Menschen bis zu einer unerwarteten Tragödie? Einer Tragödie, mit der wir weiterleben müssen …

 

  1. Akt

Das ägyptische Reich wurde von den Äthiopiern angegriffen. Wen werden die Götter als würdig erachten, die Truppen des Pharaos anzuführen? Radamès hofft, dass gerade er der Auserwählte sein wird, denn ein ruhmreicher Sieg würde ihm ermöglichen, um die Einwilligung zur Eheschließung mit der Sklavin Aida zu ersuchen, die er liebt, ohne zu ahnen, dass sie die Tochter des äthiopischen Königs Amonasro ist. In Radamès ist aber auch Amneris, die Tochter des Pharaos, verlieht. Als Radamès ihre Gefühle nicht erwidert, ahnt sie, dass Aida ihre Rivalin ist. Nachdem die Götter gesprochen haben, ernennen die Priester Radamès zum Heerführer. Aida ist unglücklich und von ihren Gefühlen hin- und hergerissen – sie fürchtet um Radamès’ Leben und ist sich gleichzeitig bewusst, dass er mit seinen Truppen gegen ihr Land kämpfen wird.

Im Tempel nimmt Radamès aus den Händen der Priester seine Waffe entgegen und empfängt den Segen der Götter für die bevorstehende Schlacht.

  1. Akt

Amneris will Aida dazu bringen, ihre Liebe zu Radamès zu gestehen. Sie gibt daher vor, dass Radamès im Kampf gefallen sei. Aida ist verzweifelt, verrät sich jedoch erst, als Amneris zugibt, dass sie gelogen hat und Radamès am Leben ist.

Der Hof des Pharaos und das ägyptische Volk heißen den siegreichen Heerführer Radamès willkommen. Der Pharao gibt bekannt, dass Radamès als Belohnung für den Sieg seine Tochter Amneris zur Gemahlin erhalten werde. Die Soldaten führen ihre Gefangenen herbei, und Aida erkennt unter ihnen ihren Vater Amonasro. Radamès bittet, die Gefangenen freizulassen, Ramfis jedoch warnt davor, dass sie Rache üben könnten, und schlägt vor, dass Aida und auch ihr Vater, von dem niemand ahnt, dass er König von Äthiopien ist, als Garant für den Frieden in Ägypten bleiben sollen.

  1. Akt

Im Isistempel betet Amneris zu der Göttin, sie möge ihr helfen, Radamès’ Liebe zu gewinnen.

Aida wartet am Ufer des Nils auf Radamès. Da erscheint Amonasro und versucht Aida zu überreden, dass sie von Radamès den Standort des ägyptischen Heeres in Erfahrung bringen soll, denn er plant einen Gegenangriff. Aida muss die Wahl treffen zwischen ihrer Liebe zu Radamès und der zu ihrem Heimatland. Radamès versichert ihr wiederum seine Liebe. Aida bittet ihn, mit ihr nach Äthiopien zu fliehen. Nach einigem Zögern willigt Radamès schließlich ein und verrät auf Aidas Drängen einen Weg, der nicht bewacht wird. Da tritt Amonasro aus seinem Versteck und gibt sich als König von Äthiopien zu erkennen. Radamès wird bewusst, dass er ungewollt gegen seine Pflicht verstoßen und sein Land verraten hat. Amonasro bietet ihm an, sich ihnen anzuschließen und so nicht nur seine geliebte Aida zu gewinnen, sondern auch Ruhm und einen hohen Posten in einem neuen Land. Amneris belauscht das ganze Gespräch und ruft die Wachen herbei. Aida und Amonasro fliehen, während sich Radamès freiwillig den Priestern ergibt.

  1. Akt

Radamès soll für seinen Verrat verurteilt werden. Amneris bietet ihm an, ihn zu retten, wenn er verspricht, Aida aufzugeben. Dies lehnt Radamès ab, worauf ihn die Priester dazu verurteilen, in der Gruft des Tempels lebendig begraben zu werden.

Die Gruft wird verschlossen, und Radamès wartet auf den Tod. Doch er ist hier nicht allein. Aida hat sich in der Gruft versteckt, um gemeinsam mit ihm zu sterben. Versöhnt mit ihrem Schicksal verabschieden sie sich vom Leben. Aus dem Tempel sind die Stimmen von Amneris und der betenden Priester zu hören.

Weniger zeigen

Produktionsteam

Jakub Klecker Musikeinstudierung
Marek Cpin Bühne
Linda Boráros Kostüme
Přemysl Janda Lichtdesign
Marek Svobodník Choreografie
Martin Buchta Chorleiter
Patricie Částková Dramaturgie

Besetzung

Wann spielen wir?

Aida Janáček Theater / Oper Giuseppe Verdi

Aida

Dramaturgische Einführung vor dem Spiel
  • 15/09/2026
  • 19:00 - 21:55
Aida Janáček Theater / Oper Giuseppe Verdi

Aida

  • 21/11/2026
  • 19:00 - 21:25
Aida Janáček Theater / Oper Giuseppe Verdi

Aida

  • 29/12/2026
  • 19:00 - 21:55
Aida Janáček Theater / Oper Giuseppe Verdi

Aida

Abonnement: KV
  • 24/01/2027
  • 17:00 - 19:55
Aida Janáček Theater / Oper Giuseppe Verdi

Aida

  • 17/03/2027
  • 19:00 - 21:55

Fotogalerie