Georg Friedrich Händel

Alcina

Janáček Theater / Oper 17/02/2023 19:00 - 23:00

Einstudiert im italienischen Original mit tschechischen, deutschen und englischen Untertiteln.

Die Oper ist 4 Stunden lang und hat 2 Pausen

 

Wenn wir Träume wahr machen.

Die mächtige Zauberin Alcina hat auf einer Insel einen prächtigen Palast in einer wunderschönen Landschaft erschaffen, wo sie ihre Liebhaber in die Fänge ihrer Macht lockt. Einer von ihnen ist der christliche Ritter Ruggiero, der ihrem Zauber erliegt und seine Verlobte Bradamante vergisst. Doch diese will ihn sich nicht nehmen lassen und macht sich in Verkleidung auf, Ruggiero zu retten. Das Zauberhafteste an der Oper ist jedoch Händels Musik. Alcina birgt eine der schönsten Musiknummern, die je für die menschliche Stimme geschrieben wurden, denn kaum ein anderer Autor hat es in seinen Werken zu einem so außergewöhnlichen melodischen Einfallsreichtum, einer solchen Fähigkeit des dramatischen Empfindens und vor allem zu einem so großen Einfühlungsvermögen gebracht für das, was in den Tiefen der menschlichen Seele verborgen liegt. Nach der erfolgreichen Einstudierung von Purcells Dido und Aeneas kehrt Dirigent Václav Luks diesmal mit seinem ganzen Orchester Collegium 1704, das gegenwärtig zu den besten Ensembles auf dem Feld der historisch informierten Aufführungspraxis zählt, an die Brünner Oper zurück. So dürfen sich die Zuschauer denn nicht nur auf herausragende Gesangsleistungen, sondern auch auf den Klang der Barockinstrumente freuen. Partner der Inszenierung sind neben dem Collegium 1704 auch die französischen Theater in Caen und Versailles. Händel schrieb seine vierunddreißigste Oper im Frühjahr 1735 für das Royal Theatre in Covent Garden, das mit seiner aufwendigen Bühnentechnik auch spektakuläre szenische Effekte ermöglichte. Dem entsprach auch die Zauberthematik, die ihren Ursprung in einem Teil von Ariosts Versepos  Orlando furioso hat. Auf der Brünner Opernbühne wird Händels Alcina zum ersten Mal überhaupt zu erleben sein.

Premiere: am 5. Februar 2022 im Janáček-Theater

 

Koproductionspartner:

   

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Inhalt der Oper

Eine Insel inmitten des Ozeans… am Strand steht ein Haus. Im Sand landet ein Hippogryph mit dem Ritter Ruggiero. Wohin ist er hier gelangt, und was birgt das Haus, in dessen Fenster er eine schöne Frau stehen sieht?

 

  1. Akt

Die Insel gehört der Zauberin Alcina. Sie hat Ruggiero in ihrem Palast empfangen, und aus dem Gast wurde bald ihr Geliebter. Es scheint, dass Alcina endlich ihre große Liebe gefunden hat. Ruggiero jedoch wird von seiner Verlobten, der Kriegerin Bradamante, gesucht, die sich als Ritter Ricciardo verkleidet hat und von ihrem Lehrer Melisso begleitet wird. Ihre Landung auf der Insel endet wegen des Sturms mit einem Schiffbruch, am Strand werden sie von Morgana, der Schwester Alcinas, aufgefunden. Diese verliebt sich auf der Stelle in den gut aussehenden Jüngling, vergisst vollkommen ihren Geliebten Oronte und nimmt die beiden Schiffbrüchigen mit ins Schloss. Vor ihnen eröffnet sich ein Ort voller Wunder, und sie werden von Königin Alcina persönlich empfangen. Bradamante muss feststellen, dass Ruggiero in seiner Liebe zu Alcina sein früheres Leben vollkommen vergessen hat. Am Hof lebt auch der Bursche Oberto, der vergeblich versucht, seinen Vater zu finden – dieser ist einer von Alcinas früheren Liebhabern, die sie in Tiere verwandelt hat. Bradamante und Melisso versuchen Ruggiero zu überzeugen, zu ihr zurückzukehren, doch dieser denkt an nichts anderes als an Alcina.

Oronte bemerkt, dass sich Morgana in Ricciardo (Bradamante) verliebt hat, und fordert ihn vergeblich zum Duell. Morgana bremst ihn und erklärt, sie werde lieben, wen sie wolle. Oronte beschließt, sich seines Rivalen zu entledigen, indem er Ruggieros Eifersucht erregt. Dieser macht Alcina eine Szene und wirft ihr vor, Ricciardo zugeneigt zu sein. Alcina jedoch versichert ihm, dass sie stets nur ihn lieben werde. Bradamante kann sich nicht mehr beherrschen und will Ruggiero ihre wahre Identität enthüllen, doch Melisso schreitet rasch ein.

Morgana erfährt, dass Alcina Ricciardo (Bradamante) in ein Tier verwandeln will, um Ruggieros Bedenken zu zerstreuen. Sie warnt Ricciardo (Bradamante), doch dieser (diese) versichert ihr, er (sie) liebe jemanden anderes als Alcina. Morgana glaubt, dass sie gemeint sei.

 

  1. Akt

Melisso nimmt die Gestalt von Ruggieros Erzieher Atlante an, um ihn dazu zu bringen, sich den Zauberring anzustreifen. Durch ihn nimmt Ruggiero die Insel nun plötzlich als wüsten Ort wahr. Er beschließt, diesen Ort zu verlassen, doch Melisso rät ihm, gegenüber Alcina vorzugeben, er werde auf die Jagd gehen. Die ungeduldige Bradamante enthüllt vor ihm ihre Identität, doch glaubt Ruggiero, dies sei nur ein weiterer von Alcinas Zaubern, und flieht vor ihr.

Alcina will Bradamante (Ricciardo) in ein Tier verwandeln, um Ruggieros Eifersucht zu dämpfen. Dieser versucht sie davon zu überzeugen, dass dies nicht nötig sei. Morgana kommt hinzu und erklärt, dass Ricciardo sie liebe. Ruggiero bittet Alcina, ihn zur Jagd gehen zu lassen. Sie gibt ihm, obgleich ungern, ihre Einwilligung. Da kommt Oberto, der auf der Suche nach seinem Vater ist. Alcina verspricht ihm, dass er ihm bald begegnen werde. Oronte bemerkt, dass Ruggiero und die anderen flüchten wollen, und meldet dies Alcina. Alcina ist verzweifelt, doch will sie um ihren Geliebten kämpfen.

Oronte lacht Morgana aus, dass ihr neuer Liebhaber sie verraten hat, doch sie will ihm das nicht glauben. Bradamante verrät Oberto, dass Alcina seinen Vater in einen Löwen verwandelt hat. Ruggiero bittet Bradamante um Verzeihung. Morgana überrascht sie dabei, erkennt Ricciardos (Bradamantes) wahre Identität und schwört Rache. Ruggiero nimmt traurig Abschied von dem Ort, wo er so viel Glück erlebt hat. Alcina, entsetzt, dass Ruggiero sie verlassen hat, versucht vergeblich, ihre Zauberkraft zu finden, um ihn aufzuhalten.

 

  1. Akt

Morgana versucht Oronte gnädig zu stimmen, doch dieser erwidert ihre Worte von der Freiheit der Liebe, obgleich er sie noch immer liebt. Ruggiero macht ein Schiff zum Auslaufen bereit und wird dabei von Alcina überrascht. Diese bittet ihn zunächst, sie nicht zu verlassen, doch als sie erkennt, dass ihr Bitten vergeblich ist, jagt sie ihn davon.

Bradamante weigert sich, die Insel zu verlassen, solange nicht alle Opfer von Alcinas Zaubern befreit sind. Oronte, der sich auf ihre Seite geschlagen hat, hilft dabei, einen Kampf mit Alcinas Dienern zu inszenieren. Er meldet Alcina, dass der Kampf verloren sei, und überlässt sie ihrer Verzweiflung. Oberto freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Vater, doch Alcina drückt ihm eine Waffe in die Hand und befiehlt ihm, den Löwen, der sich an ihn schmiegt, zu töten. Oberto weigert sich, da er in dem Löwen seinen Vater erkennt. Da kommen Bradamante und Ruggiero. Alcina versucht sie zu überzeugen, dass Ruggiero nach der Prophezeiung der Tod erwarte, falls er gehen sollte. Bradamante und Melisso drängen Ruggiero dennoch, die Zauberperle zu zerschlagen, in der sich der Ring befindet, welchen Alcina ihm gewidmet hat. Ruggiero zögert, doch schließlich zerschlägt er die Perle. Der Zauber ist aufgehoben, und die in Tiere verwandelten Männer sind wieder frei. Alle verlassen die Insel, Ruggieros letzter Blick gilt Alcina, die ihre Liebe verliert und vereinsamt zurückbleibt.

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Produktionsteam

Besetzung

Wann spielen wir?

Alcina Janáček Theater / Oper Georg Friedrich Händel

Alcina

  • 17/02/2023
  • 19:00 - 23:00
Alcina Janáček Theater / Oper Georg Friedrich Händel

Alcina

  • 19/02/2023
  • 17:00 - 21:00
Alcina Janáček Theater / Oper Georg Friedrich Händel

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  • 01/03/2023
  • 18:00 - 22:00
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  • 26/03/2023
  • 18:00 - 22:00

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