Giuseppe Verdi

La traviata

Špilberk / Oper 03/09/2021 19:00 - 21:40

Die Oper wird im italienischen Original mit tschechischen Übertiteln aufgeführt.

Von einer Liebe, die erst der Tod besiegt.

Von Dumas‘ Roman Die Kameliendame war Verdi begeistert. Gut kannte er den Ort der Handlung – Paris, eine Stadt voller Hektik, die er nicht gerade liebte –, und die tragische Geschichte erinnerte ihn an seine eigene Lebenserfahrung: 1847 traf er nach langer Zeit eine alte Freundin und Interpretin seiner frühen Werke, die Sopranistin Giuseppina Strepponi. Sie kamen einander näher, und ihre tiefe Beziehung dauerte bis zum Tod der Sängerin. Mehrere Jahre lang lebten sie in einer wilden Ehe, und Verdi erlebte am eigenen Leib den Groll der Gesellschaft gegen ihre „illegale“ Beziehung. Sie wurden gezwungen, sich in die Abgeschiedenheit von Verdis Anwesen in Sant Agata zurückzuziehen. Diese persönlichen Erfahrungen verstärkten zweifellos Verdis Verständnis und Sympathie für die Hauptfigur, welche die gesamte La traviata durchdringen… Wohl keiner der Teilnehmer der venezianischen Uraufführung, die ein verheerendes Fiasko war, glaubte, dass er gerade die Geburt einer der beliebtesten und meistgespielten italienischen Opern erlebt hatte. Verdi suchte für seine Opern stets Vorlagen mit einer dramatischen Handlung und seltsamen Charakteren, und in Dumas’ Kunstwerk fand er zweifellos beides. Die klare und ergreifende lyrische Musik, die den italienischen Belcanto eng mit einem dramatischen Ausdruck kombiniert, ließ ein Evergreen der Opernwelt entstehen. Zbyněk Srbas klassische Inszenierung bietet einen bemerkenswerten Einblick in das Leben der Frauen am Rande der Gesellschaft.

Erstaufführung: 26. 10. 2001 im Janáčeks Theater

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Produktionsteam

Jaroslav Kyzlink Musikeinstudierung
Pavel Šnajdr Dirigent
Zbyněk Srba Regisseur
Jana Zbořilová Kostüme
Josef Pančík Chorleiter
Zdeněk Prokeš Choreografie
Hana Halberstadt Bewegung Zusammenarbeit

Besetzung

Wann spielen wir?

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