Giuseppe Verdi

Nabucco

Janáček Theater / Oper 30/01/2027 17:00 - 19:35

Einstudiert im italienischen Original mit tschechischen und englischen Untertiteln. Die Vorstellung dauert ca. 2 Stunden 50 Minuten, inklusive zwei Pause.

Alle Menschen sind einander gleich geschaffen.

Die alttestamentliche Erzählung von der Verschleppung des jüdischen Volks durch den babylonischen König Nebukadnezar lieferte die Vorlage für die erste wirklich erfolgreiche Oper Giuseppe Verdis. Bei der Premiere konnte wohl niemand ahnen, dass sich das vom Komponisten zunächst abgelehnte Libretto Soleras in Verdis Händen zu einem ikonischen Werk verwandeln würde, doch die Musik voller Unmittelbarkeit, Inbrunst und Temperament begeisterte zu Recht das Publikum. Und dann war da noch das Sujet einer sich nach ihrer Heimat und ihrer Freiheit sehnenden Nation, ein Sujet, das nie seine Kraft und seine Aktualität verliert und dessen Verkörperung jener berühmte Chor „Va, pensiero, sull’ali dorate“ (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen) ist. Wie die übrigen Werke Verdis birgt jedoch auch Nabucco eine intimere Ebene, die von der Liebe und von familiären Beziehungen handelt, welche der Komponist mit dem Gefühl des echten Dramatikers zeichnete. So kann es nicht verwundern, dass diese Oper voller großartiger Chöre und mitreißender Gesangsauftritte schon seit fünfunddreißig Jahren zu den populärsten Titeln unseres Repertoires zählt.

Premiere am 16. April 2021, Janáček-Theater

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Inhalt der Oper

1. Akt Im Tempel von Salomo versammelt sich das verängstigte Volk zum Gebet und bittet um die Rettung Israels vor den babylonischen Truppen unter der Führung von König Nabuchodonosor (Nebukadnezar). Der jüdische Hohepriester Zacharias spricht allen Mut zu und mahnt sie zum Glauben. Im Tempel befindet sich auch Fenena, die Tochter des babylonischen Königs. Die Liebe zu Ismael hat sie nach Jerusalem geführt. Doch nun wenden sich Zacharias und die anderen Juden gegen sie, da sie eine Fremde ist. Fenena bleibt mit Ismael allein, doch es ist schwer, in diesem Moment an die Liebe zu denken. Die beiden werden von der ehrgeizigen Abigail überrascht, Fenenas Halbschwester, die heimlich in den Tempel eingedrungen ist. Sie liebt Ismael, doch dieser weist ihre Liebe zurück. Nabuchodonosor dringt mit seinem Heer in den Tempel ein, und Zacharias droht mit der Tötung Fenenas, sollte der babylonische König nicht abziehen. Ismael verhindert dies im letzten Moment und wird so in den Augen seines Volkes zum Verräter. Nabuchodonosor gibt den Befehl zur Zerstörung und Plünderung des Tempels.

2. Akt Abigail findet heraus, dass Nabuchodonosor, den sie liebt und zu dem sie aufblickt, ihr verschwiegen hat, dass sie nicht seine leibliche Tochter, sondern die Tochter von Sklaven ist. Tief in ihrer Seele getroffen, beschließt sie, sich am König zu rächen und auch Fenena zu beseitigen, der die Regentschaft über Babylon anvertraut wurde und die Abigails Weg zum Thron versperrt. Der Oberpriester des Baal schließt sich ihrer Seite an. Das besiegte israelitische Volk wurde nach Babylon verschleppt. Fenena, die selbst zum Judentum übertritt, versucht es zu schützen. Die Israeliten haben Ismaels Verrat nicht vergessen und verfluchen ihn. Abigail erscheint mit dem Oberpriester. Sie verkündet, der König sei tot, und fordert von Fenena die Königskrone. Fenena weigert sich, und der Streit wird durch die Ankunft Nabuchodonosors unterbrochen, der sich selbst zum Gott erklärt. Für diese Gotteslästerung folgt die Strafe auf dem Fuße: Wahnsinnig bricht Nabuchodonosor zusammen.

3. Akt Die Babylonier feiern Abigail. Um jedoch ihren Plan zu vollenden und die Juden loszuwerden, benötigt sie Nabuchodonosors Siegel. Sie überzeugt ihn, das Todesurteil für die jüdischen Gefangenen zu bestätigen. Zu spät erkennt der König, dass er damit auch seine Tochter Fenena verurteilt hat, und fleht Abigail vergeblich um Gnade an. Das versklavte israelitische Volk sehnt sich nach der Rückkehr in die Heimat und nach dem Sieg über seine Feinde. Zacharias ruft zur Standhaftigkeit auf und prophezeit den Untergang Babylons.

4. Akt Der gefangene Nabuchodonosor hört aus der Ferne Stimmen, die den Namen der zum Tode verurteilten Fenena rufen. Der König bereut seine Taten und bittet Jehova um Vergebung. Plötzlich erscheint der treue Feldherr Abdallo mit seinen Soldaten und bringt die Nachricht von der Befreiung Babylons aus der Herrschaft Abigails. Ismael, Zacharias und Fenena erwarten den Tod. Die Hinrichtung wird durch das Erscheinen Nabuchodonosors unterbrochen, der die Zerstörung des Baal-Standbildes befiehlt und dem israelitischen Volk die Freiheit schenkt. Abigail wird von ihren grausamen Taten verfolgt. Sie bereut ihr Handeln, doch die Vergebung kommt für sie zu spät.

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Produktionsteam

Ondrej Olos Musikeinstudierung, dirigent
Pavel Šnajdr Dirigent
Jiří Heřman Regisseur
Pavel Koňárek Chorleiter
Kateřina Nováčková Bewegung Zusammenarbeit
Tomáš Hrůza Videoprojektion
Patricie Částková Dramaturgie

Besetzung

Wann spielen wir?

Nabucco Janáček Theater / Oper Giuseppe Verdi

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